Der Künstler und Autodidakt Harry G. Stabno erfüllt sich einen langen Wunsch und stellt seine Werke erstmals im Schloss Ehrenstein aus.
Seit seiner Kindheit zeichnet der 1957 in Ohrdruf geborene Künstler. Stabnos Stil ist ganz speziell und setzt sich aus verschiedenen Richtungen zusammen. „Ich greife auf den Symbolismus, Realismus und den Kubismus zurück“, so Stabno. Er selbst beschreibt seine Werke als „realistisch-abstrakt“. Es seien immer echte Gegenstände oder Lebewesen zu sehen, aber in abstrakten Situationen.
Zur Eröffnung der Ausstellung am 6. November ging der Künstler näher auf eines seiner Werke ein. „In ‚Das Leben ist schön‘ stelle ich eine surreale Situation dar. Die beiden Liebenden sind fest umschlungen. Sie schweben über dem Boden und tragen schwere Verletzungen. Doch das stört meine ‚Protagonisten‘ nicht. Als Paar können sie allen Widrigkeiten trotzen. Ihre Liebe ist stärker und macht das Leben schön“, erklärte Stabno ausführlich. Er lädt alle Besucher des Schlosses ein, seine Kunst zu bewundern und selbst herauszufinden, was sie in seinen Malereien erkennen.
Insgesamt 26 Bilder hängen im Schloss Ehrenstein. 22 befinden sich im Ausstellungsraum in der ersten Etage und vier Bilder hängen in der Bibliothek im Erdgeschoss. Die Gäste erleben nur einen kleinen Auszug aus den eindrucks- vollen Malereien des Ohrdrufer Künstlers. Insgesamt 200 Stück hat er bereits erstellt.
„Harry Stabno wollte schon sehr lange in unserem Schloss seine Werke ausstellen. Es freut uns alle, dass es nun endlich geklappt hat“, sagte Ohrdrufs Bürgermeister, Stefan Schambach. Auch Stabno selbst ist begeistert: „Mit meiner Kunst war ich schon in Erfurt, Saarbrücken und Eisenach. Es ist aber eine besondere Auszeichnung, eine Ausstellung in meiner Heimat zu gestalten.“
In dem umfunktionierten Beratungsraum können Besucher des Schlosses noch bis zum 31. März 2026 Stabnos Acrylgemälde bestaunen. Wer sich besonders in eine der Leinwände verliebt, kann sie beim Künstler käuflich erwerben.
Übrigens: Die Ideen für seine Bilder kommen Harry Stabno oft im Traum. Er habe deshalb immer einen Zeichenblock und einen Stift neben dem Bett, damit er kein Detail vergisst.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 11 (2025)























