Pechvogel oder Glückspilz? Darüber entscheiden nicht nur die Gene

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Satisfied with work done. Happy young man working on laptop while sitting at his working place in office; Shutterstock ID 345950657; PO: Eurojackpot; Job: 20181 AT; Client: Katharina Schölzel, Achtung

Haben Sie häufig Glück im Leben? Oder ziehen Sie das Pech förmlich an? Vieles hängt von unseren Genen ab, haben Forscher herausgefunden. Die gute Nachricht: Es liegt an uns, etwas daran zu ändern!

Kennen Sie das Gefühl, dass ständig etwas schiefgeht im Alltag? Schon die Milch im Morgenkaffee ist schlecht. Dann hat auch noch ausgerechnet ihr Zug über eine Stunde Verspätung. Und mit Sicherheit suchen Sie sich genau die Supermarktkasse aus, an der es gar nicht voran geht. Manche von uns haben den Eindruck, der geborene Pechvogel zu sein. Ist vielleicht irgendwo eine Kamera versteckt, die all das Ungemach heimlich aufnimmt?

Tatsächlich könnten unsere Gene teils dafür verantwortlich sein. Zumindest dafür, wie glücklich wir uns fühlen – oder ob wir meinen, ständig vom Pech verfolgt zu werden. Gut die Hälfte unseres Glücksempfindens wird durch die Erbanlagen bestimmt, sagt die Wissenschaft. Forscher der Varna Universität in Rumänien wollen sogar bestimmte Genvarianten identifiziert haben, die beeinflussen, ob wir uns eher wie ein Glückspilz oder wie ein chronischer Pechvogel fühlen. Ob damit am Ende sogar die sprichwörtliche „German Angst“ zusammenhängt? Zumindest ist das Glücksmacher-Gen nach den Ergebnissen der Forscher bei uns in Mitteleuropa unterdurchschnittlich vertreten. Wesentlich stärker verbreitet ist es in Skandinavien. Und dort leben laut verschiedener Studien schließlich auch die glücklichsten Menschen der Welt.

Entscheiden am Ende also tatsächlich die Gene? Und bedeutet das, dass wir uns womöglich mit einem Leben als Pechvogel abfinden müssen? Ganz und gar nicht – das ist schließlich nur die halbe Wahrheit. Die anderen 50 Prozent unseres Glücksempfindens haben wir selbst in der Hand. Charisma lautet das Zauberwort, das uns Psychologen ans Herz legen. Ganz einfach ausgedrückt, raten sie zu positivem Denken: Wenn wir ausstahlen, glücklich und erfolgreich zu sein, wirkt sich das direkt auf unsere Umgebung aus – und schon geht unsere Erwartung in Erfüllung.

Ob das so einfach funktioniert mit dem Glauben ans Positive? Der Eurojackpot am Freitag mit seinen 90 Millionen Euro ist eine gute Gelegenheit, es einmal auszuprobieren. Jetzt müssten wir nur noch wissen, wie wir beim Ausfüllen des Tippscheins alle negativen Gene für einen Moment ausknipsen können – vielleicht reicht dann die positive Intuition, um genau die richtigen Zahlen anzukreuzen.

 

The Londoner - Gotha

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