Konzerte und besonderes Schulprojekt zum 150. Geburtstag von Max Reger

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Bild von Uwe Arens

Den 150. Geburtstag von Max Reger nimmt die Thüringen Philharmonie zum Anlass, um dem Komponisten ein sinfonisches Denkmal zu setzen. Max Reger war an der Orgel ein unangefochtener Meister seines Fachs – die Anzahl an „Reger-Orgeln“ in Deutschland verdeutlicht dessen künstlerische Exzellenz; zu den berühmtesten dieser Orgeln zählen jene in Meiningen, Weiden, München und Bad Salzungen. Im Rahmen des „Max-Reger-Jahrs“ 2023 erinnert die Thüringen Philharmonie – gemeinsam an einen außergewöhnlichen Komponisten, der als begnadeter Traditionalist zwischen Spätromantik und beginnender Moderne in die Musikgeschichte eingegangen ist. Das Konzert „AufReger!“ wird am 11.05.2023 um 20 Uhr im Kulturhaus Gotha gespielt und am

13.05.2023 um 18 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche „St. Simplicius“ Bad Salzungen. Es spielt die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach. Dirigent ist Markus Huber.

In Gotha gibt es wie gewohnt um 19 Uhr Uhr eine Konzerteinführung mit Markus Huber.

Zu Gast an der Orgel ist Christian Schmitt. Seit seines Debüts bei den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle und den Salzburger Festspielen mit Magdalena Kožená zählt Christian Schmitt zu den international gefragtesten Organisten. Christian Schmitt gehört zahlreichen internationalen Wettbewerbsjurys an und engagiert sich für das Musikvermittlungsprojekt „Rhapsody in School“. Auf die Konzerte in Gotha und Eisenach freut sich Schmitt sehr, sagt er. „Mir liegen natürlich die großen Werke von Max Reger sehr am Herzen, die Choralfantasien, die zweite Sonate, op. 46 aber besonders natürlich das Werk Fantasie und Fuge d-Moll Opus 135b, ein Spätwerk, dass er kurz vor seinem Tod hinterlassen hat und alle Faszination seiner Kompositionstechnik bündelt.“ Dass er in Bad Salzungen auf einer Reger-Orgel spielen wird, fasziniert ihn. „Das Einzigartige an Bad Salzungen ist, dass Reger, der eigentlich eher Pianist war, hier an der Konzeption mitgewirkt hat. Man hat sozusagen den historischen Touch unter den Fingern. Es ist so, als würde man einen besonderen Oldtimer fahren, der einen lehrt, wie ein Automobil zu dieser Zeit funktioniert hat. So kann man sich als Laie das ungefähr vorstellen, wie es ist, eine Orgel zu spielen, die über 100 Jahre alt ist und genau auf die Bedürfnisse und Klangfarben des Komponisten zugeschnitten sind. Natürlich reagiert eine solche Orgel auch nicht ganz so schnell, sie ist etwas träge, aber das hat einen besonderen Charme.“

Nach seinem Konzert in Gotha und noch bevor er weiter reist nach Bad Salzungen widmet sich Schmitt noch einer Herzensangelegenheit. Er bringt im Rahmen des internationalen Projektes „Rhapsody in School“ einer 10. Klasse der Arnoldi Schule Staatliches Gymnasium Gotha „sein“ Instrument näher. Schüler und Künstler treffen sich um 10 Uhr in der Gothaer Margarethenkirche. „Rhapsody in School“ ist die ehrenamtliche Initiative von KünstlerInnen für SchülerInnen. Die Und die MusikerInnen erleben so, wie ihre Leidenschaft Feuer fängt. Und umgekehrt lernen die Kinder und Jugendlichen, was KünstlerInnen antreibt.

 

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