Sport-Club Neudietendorf: (K)eine Party zum Jubiläum

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Vom Fitness-Studio zum Zentrum für Training & Therapie

Am 1. Mai 2000 startete der Betrieb im Sport-Club Neudietendorf. Heute, nach 20-jährigem Bestehen, sollte es eigentlich genug Grund zum Feiern geben. Doch die behördlich angeordnete Schließung, die der Eindämmung und unkontrollierten Ausbreitung des Corona-Virus dient, stellt für das familiengeführte Unternehmen mit neun Mitarbeitern und einem Azubi, wie für viele andere auch, eine besondere Herausforderung dar.

Die Feier kann nachgeholt werden. Doch die Frage, wann der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden darf, bleibt. Die festangestellten Mitarbeiter beziehen derzeit Kurzarbeitergeld. Lediglich die zur Einrichtung gehörende Praxis für Physiotherapie ist für Patienten mit Heilmittelverordnung geöffnet.

Aber auch hier sorgen Unsicherheiten und Ängste dafür, dass zahlreiche Termine ausfallen. Dabei sind die durch den Arzt ausgestellten Heilmittelverordnungen immer auch medizinisch notwendige Therapien, die nicht aufgeschoben werden sollten.

Aber nicht nur das, auch die Mitglieder, mit denen der Sport-Club während der Schließzeit engen Kontakt hält, warten ungeduldig darauf, ihr Training wieder regelmäßig fortführen zu können. Die Anzahl der Trainierenden ist überschaubar, die Mehrheit hat orthopädische Vorerkrankungen. Wer rastet, der rostet – das spüren in diesen Tagen beispielweise besonders diejenigen, die ihre Rückenschmerzen bereits vergessen hatten und diejenigen, denen, dank Kräftigung der Muskulatur, die neuen Gelenke in Knie, Hüfte oder Schulter keine Probleme bereiteten. Das individuelle Gerätetraining lässt sich durch Übungen zu Hause oder im Freien nicht ersetzen. Ganz im Gegenteil, das birgt eher die Gefahr von Verletzungen.

Dennoch, die Mitglieder stehen in dieser schwierigen Zeit hinter ihrem Sport-Club. „Die Reaktionen auf unseren Info-Brief mit der weiteren Regelung der Beitragszahlung und dem Ersatzanspruch, den alle Mitglieder erhalten haben, sind überwältigend. Die vielen Nachrichten haben uns wirklich gerührt. Wir danken allen für ihr Verständnis und ihren Zuspruch“ sagt die Inhaberin Sylvia Tischer-Langer, „und wir sehen uns hoffentlich schon bald wieder. Dann stoßen wir auf die 20 Jahre an!“

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