Teiche des Aquariums am Riedweg werden instandgesetzt 

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Eine umfangreiche Instandsetzung der Teiche des historischen Aquariums am Riedweg beginnt. Foto: Stadtverwaltung

Gotha (red, 27. September). Das im Süden von Gotha gelegene historische Aquarium am Riedweg soll wiederhergestellt werden. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Dafür habe man 76.500 Euro Zuschuss aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz bekommen.

Die Wiederherstellung dieses Biotops mit naturnahen Gewässern und Feuchtwiesen soll 2022 erfolgen. Das Auswahlverfahren für die Planer sei bereits durchgeführt worden und werde derzeit ausgewertet.

Am Projekt beteiligt und eingebunden seien das Planungsbüro, die Stadtverwaltung Gotha, der Fördermittelgeber, die Untere Naturschutzbehörde, die Untere Wasserbehörde, der NABU-Kreisverband Gotha „und weitere Akteuren“. Das Garten-, Park- und Friedhofsamt werde das Projekt federführend begleiten.

Hintergrund:
Das im Jahr 1882 als erste Freilandanlage Deutschlands durch den Schuldirektor Jakob Schäffer gegründete Aquarium kann auf eine wechselhafte Geschichte zurückblicken. Ursprünglich für den Aquarianer-Verein errichtet, änderte sich die Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg mehrfach.

So wurde das Gelände als Müllkippe missbraucht und als Vereinsgelände für Ziergeflügelzüchter genutzt. Mitte der 1990er-Jahre wurde das Gelände als Ausgleichsmaßnahme für den Bau des Gewerbegebietes Gotha-Süd beräumt und wieder reaktiviert. In den vergangenen Jahren wurden jedoch die Regulierungs- und Mönchbauwerke durch Vandalismus stark beschädigt, sodass die Regulierung des Wassers in die drei Teiche nicht erfolgen konnte. Folglich fielen die Teiche trocken.

Durch provisorisches Einsetzen von Bohlen konnten der Kleeblattteich und der Röhrenteich zum Teil wieder mit Wasser gefüllt werden. Die Wasserhaltung ist jedoch nach wie vor schwierig, da die Abdichtung der Teiche defekt ist und somit das Wasser ständig nachgespeist werden muss.

Das 1,3 ha große Feuchtgebiet ist von großer Bedeutung für den Arten- und Lebensraumschutz sowie für den Biotopverbund. So bietet der alte Baumbestand mit Erlen, Weiden, Birken und Eichen einer artenreichen Vogelwelt Brut- und Nahrungsraum.

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