Weber-Schau „Malen gegen die Ohnmacht“ im Gothaer Kulturforum

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Das Kulturforum in Gothas Querstraße ist aus der Corona-Quarantäne erwacht. Die erste Ausstellung danach eröffnete am 5. Mai und ist bis zum 15. Juli zu sehen.

Sie zeigt Arbeiten von Gert Weber, Jahrgang 1951. Geboren in Gräfenhain. Bestens bekannt im Landkreis und weit darüber hinaus. Ein Künstler, dessen Reflexionen, Botschaften, Leiden und Lieben in Öl, in Grafiken, in Zeichnungen lebendig werden. Auch Glasmalereien, die Gestaltung von Glockenzier und Restaurierungen tragen seine eigenwillige, seine unverkennbare Handschrift.

Aus rund 2.500 Werken suchte er 65 für die Ausstellung aus. Gut Ding will da Weile haben – ein Jahr dauerte dies. Nun ist ein vielschichtiger Überblick übers künstlerische Schaffen von Weber zu sehen.

„Malen gegen die Ohnmacht“ ist der Titel dieses Querschnitts aus einem halben Jahrhundert Kunstschaffen. „Malen gegen die Ohnmacht“ stand 1980 über dem Zeitungsartikel zu Webers  Ausstellungsdebüt. Und er meinte nun, dass diese Schlagzeile auch heute ihre Berechtigung habe. Oder gerade.

Ganz gewiss eine Herausforderung, diese Weber-Schau. Der Gräfenhainer ist sich halt treu, macht es sich und seinem Publikum nicht leicht. Aber genau das lohnt.

Es lohnt, weil „Malen gegen die Ohnmacht“ über diese Zeit des physischen wie psychischen Ausnahmezustands von vielen von uns hinaus wirken kann, wirkt.

Denn aus Ohnmacht kann Mut und Wille zur Veränderung wachsen. Gert Weber hat es vorgelebt.

Fliesenstudio Arnold

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