Wer hat Angst vor dem Volk?

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Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Michael Wildt
17. Juli 2019, 19 Uhr, Bauhaus-Museum Weimar

Weimar. Wer ist das Volk? Die Demonstranten gegen die SED-Diktatur in Leipzig im Oktober 1989? Die Anhänger populistischer Bewegungen? Und was geschieht, wenn das Volk die Demokratie nicht mehr will? In der langen Geschichte des „Volkes” wurde stets darum gestritten, wer zu ihm gehörte und wer nicht. Die kulturell definierte Ausgrenzung von Minderheiten birgt die Gefahr radikaler Exklusion aus dem „Volk“. Die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ offenbarte die Katastrophe
eines rassistisch definierten Volkes. Doch auch das Beharren darauf, dass Volk demos und nicht ethnos sei, gelangt über die tückische Imagination eines einheitlichen Volkes nicht hinaus. Michael Wildt hinterfragt in seinem Vortrag die verschiedenen Volkskonzepte und diskutiert Alternativen.

Michael Wildt, Jahrgang 1954, studierte Geschichte, Ev. Theologie, Soziologie und Kulturwissenschaft in Hamburg. Seit 2009 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität in Berlin. 2016 war er Mitherausgeber des Bandes „Zwangsmigration im Europa der Moderne. Nationale Ursachen und transnationale Wirkungen“. 2017 veröffentlichte er „Volk, Volksgemeinschaft, AfD“.

Im Bauhaus-Museum thematisiert die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar verschiedene historische Aspekte des zukünftigen Weimarer Museumsquartiers am ehemaligen NS-Gauforum.

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und der Klassik Stiftung Weimar

Gefördert im Rahmen des Landesprogrammes „Denk bunt – Thüringer Landesprogramm für Demokratie Toleranz und Weltoffenheit!“

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