
Für zwei Unternehmen aus dem Landkreis Gotha hieß es jüngst: hoffen und bangen. Im Großen Saal der IHK Erfurt kamen Unternehmer, Politiker und Vorstände zusammen, um die Gewinner des „Zukunftspreises 2025“ zu verkünden.
Seit 2021 wird diese Auszeichnung gemeinsam von der Industrie- und Handelskammer Erfurt (IHK) und der Handwerkskammer Erfurt (HWK) vergeben. Bewerben können sich Unternehmen, die mit eigenen innovativen Ideen die Herausforderungen unserer Zeit meistern und zukunftsorientiert handeln. Jeweils ein Mitgliedsbetrieb der IHK und ein Handwerksbetrieb der HWK können den Preis erhalten und die damit verbundenen 5.000 Euro mit in ihre Firmenzentrale nehmen.
In diesem Jahr hatten sich 25 Unter- nehmen mit ihren Konzepten beworben. In die Endauswahl kamen schließlich zehn – fünf Firmen pro Kammer –, die am Abend des 1. Septembers das finale Juryvotum erwarteten. Aus dem Landkreis Gotha schafften es neben der schon genannten Prinz Thermotechnik GmbH aus Waltershausen auch die WTA Unisol GmbH aus Gotha in diese Endrunde. Beide Unternehmen stehen exemplarisch für die Zukunfts- kraft und Innovationsfähigkeit der regionalen Wirtschaft im Landkreis. „Das ist auch das Tolle am Zukunftspreis. Ich habe hier Unternehmer aus Gotha und der Umgebung kennengelernt, von denen ich vorher nicht wusste, dass sie existieren“, sagte Thomas Prinz.
Die in Waltershausen ansässige Prinz Thermotechnik GmbH entwickelt und baut Wärmepufferspeicher. Innovativ ist dabei die Nutzung von Sand als Speichermedium. „Wir verzichten damit auf Chemikalien, die dem Menschen schaden könnten und schlecht für die Umwelt sind“, erklärte Thomas Prinz. Diese Technologie speichert überschüssige Wärme, beispielsweise von Photovoltaikanlagen im Sommer und macht diese Wärme im Winter nutzbar. Nach einer guten Stunde der Vorstellungen – bei der ein Projekt interessanter war als das andere – verkündeten die beiden Kammern schließlich die Gewinner. Als Mitglied bei der IHK konnte sich die WTA Unssol leider nicht durchsetzen. Dort ging der Preis an die Thüringer Freilandpilze GmbH aus Roßleben-Wiehe, welche Trüffelplantagen unter Einsatz heimischer Bäume entwickelt.
Der Preis der HWK ging tatsächlich an die Prinz Thermotechnik GmbH. „Den Zukunftspreis nun zum zweiten Mal zu erhalten, ist für mich eine besondere Ehre – und ein starker Antrieb, unsere Arbeit weiter voranzubringen. Diese Auszeichnung zeigt, dass unsere Ideen zur nachhaltigen Energieversorgung nicht nur visionär, sondern auch praxisnah und zukunftsfähig sind. Wir wollen weiter- hin Lösungen entwickeln, die den Zugang zu erneuerbaren Energien erleichtern und einen echten Beitrag zur Energiewende leisten“, freute sich Thomas Prinz. Bereits 2023 gewann seine Firma den „Zukunftspreis“ für einen liegenden Speicher für die Warmwasseraufbereitung in Räumen mit niedriger Decke.
Alle nominierten Unternehmen beweisen, dass man hier zu Lande nicht auf Veränderungen wartet, sondern sie selbst anstößt. Eine Zukunft kann nur dort entstehen, wo sie auf Ausdauer, Leidenschaft und Verantwortung trifft. Die Vielfalt der Unternehmen und deren Innovationskraft in Thüringen erfüllt uns alle mit Stolz“, meinte Stefan Lobenstein, Präsident der HWK Erfurt.
Dieser Artikel erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 10 (2025)




















