AOK: Rückgang der Fallzahlen in Krankenhäusern geringer aus in Wellen zuvor

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Rückgang der Fallzahlen in Krankenhäusern fiel geringer aus als in den Wellen zuvor. Foto: by-sassi/pixelio.de

Erfurt (red, 29. Juli). Der Rückgang der Fallzahlen in Thüringer Krankenhäusern während der dritten COVID-19-Welle war weniger stark als in den vorherigen Wellen.
Das gehe aus einer Analyse des Wissenschaftlichen Institutes der Ortskrankenkassen (WIdO) sowie der AOK PLUS hervor, teilte die Krankenkassse mit.

Grundlage für die Analyse bildeten die von den Krankenhäusern an die AOK PLUS gemeldeten Abrechnungsdaten. Nach Auswertung des Institutes verzeichneten die Kliniken des Freistaates während der dritten COVID-19-Welle (März bis Mai 2021) einen Rückgang der Fallzahlen um 19 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019. Der Rückgang war aber weniger stark als während der ersten beiden Wellen mit weit über 20 %.

Auch während der dritten Welle bewegt sich die Zahl der Notfälle weiterhin unter dem Vorkrisen-Niveau. So ist die Zahl der in den Krankenhäusern behandelten Patienten mit Schlaganfall während der dritten Welle um mehr als 10 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 gesunken. Demgegenüber liegt die Zahl der behandelten Herzinfarkte wieder fast auf dem Vorkrisenniveau. Diese war in den ersten beiden Wellen um rund 10 % eingebrochen.

„Ich kann nur immer wieder an die Menschen in Thüringen appellieren, bei Notfallsymptomen auch während der Pandemie einen Arzt aufzusuchen oder den Notruf zu wählen“, sagt Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS. „Die nach wie vor geringere Zahl an behandelten Schlaganfällen zeigt, dass die Menschen den Weg in die Notaufnahme nach wie vor scheuen. Ich kann daher nur noch einmal eindringlich darum bitten, Notfallsymptome nicht einfach abzutun. Gerade bei Schlaganfällen, aber auch bei Herzinfarkten, ist eine umgehende Behandlung wichtig, Minuten sind dabei entscheidend. Auch können nur so langfristige gesundheitliche Folgeschäden vermieden werden.“

Mit minus 17 % während der dritten Welle sind arthrosebedingte Hüftprothesenimplantationen erneut von einem Rückgang betroffen. Dieser fällt aber geringer aus als in der ersten Welle, wo er bei über einem Drittel lag. Nach wie vor ebenfalls stark rückläufig sind Fälle in Krankenhäusern, die auch ambulant durchgeführt werden können. Mit über 20 % weniger Behandlungen bei Herzinsuffizienz sowie Diabetes-Erkrankungen und sogar 55 % weniger bei COPD (chronic obstructive pulmonary disease – chronisch fortschreitende Erkrankung der Lunge) sind hier die stärksten Rückgänge zu verzeichnen.

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