Mit einem Langzeitpraktikum zum passenden Azubi

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Auf dem Foto: v.r. Firmeninhaber Christian Seiler, Holger Bock, Geschäftsführer der Jenaer Arbeitsagentur, 2. v.l. Mitarbeiter Patrick Schilling, vorn Azubi Nico Klimke, der zuvor eine Einstiegsqualifizierung im Unternehmen durchlief.

Im August 2017 waren im Agenturbezirk Jena 578 Berufsausbildungsstellen noch nicht besetzt. Das liegt zum Teil daran, dass Betriebe noch nicht den richtigen Auszubildenden gefunden haben. Nun hat jedoch das neue Ausbildungsjahr schon wieder begonnen und es wird höchste Zeit, über Alternativen nachzudenken. Hierfür bietet sich das von der Arbeitsagentur geförderte Programm „Einstiegsqualifizierung (EQ)“ an. In einem Langzeitpraktikum können Arbeitgeber und Jugendlicher testen, ob eine Eignung für die Ausbildung vorliegt.

Vorteile der Einstiegsqualifizierung gibt es dabei auf beiden Seiten
Das Praktikum bietet dem Ausbildungsbetrieb die Möglichkeit, den Jugendlichen über einen langen Zeitraum kennen zu lernen. Damit kann die Leistungsfähigkeit besser eingeschätzt werden. Ziel sollte es sein, den Jugendlichen somit fachlich und pädagogisch an die Ausbildung heranzuführen.
Die jungen Menschen wiederum erhalten Gelegenheit, Unsicherheiten abzubauen und mit neuen Aufgaben zu wachsen, um eine betriebliche Berufsausbildung zu beginnen.

„Ich besuchte die Firma Gold´n Art in Eisenberg, die schon mehrfach gute Erfahrungen mit Einstiegsqualifizierungen gemacht hat. Im handwerklichen Betrieb, der sich auf Kirchenmalerei und Vergoldung spezialisiert hat, erfuhr ich, dass die Jugendlichen von ersten Tag an direkt eingebunden und so auf die Ausbildung gut vorbereitet wurden. Alle Teilnehmer haben im Anschluss die Ausbildung im Unternehmen begonnen“, berichtet Holger Bock, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Es kann sich auszahlen, auch den Jugendlichen eine Chance zu geben, die nicht auf dem ersten Blick den Anforderungen entsprechen. Unser Arbeitgeberservice berät die Unternehmen dazu gern.“

Eine EQ können Jugendliche beginnen, die noch nicht in vollem Umfang für eine Ausbildung geeignet, lernbeeinträchtigt sind oder die bis Ende September keine Ausbildungsstelle finden konnten.
Das betriebliche Langzeitpraktikum dauert mindestens 6 bis maximal 12 Monate und beginnt in der Regel am 1. Oktober 2017. Die Arbeitsagentur erstattet dem Arbeitgeber einen Zuschuss zur EQ-Vergütung bis zur Höhe von 231 Euro monatlich. Dazu kommt noch ein pauschalierter Beitrag für die Sozialversicherungsbeiträge.

Ausführliche Informationen zur Einstiegsqualifizierung sind im Internet zu finden:
www.arbeitsagentur.de > Unternehmen > weitere Downloads

Und noch etwas überzeugt: Im Zeitraum Juni 2015 bis Mai 2016 ist über die Hälfte der Jugendlichen, die ein Langzeitpraktikum absolviert haben, in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung eingemündet. Damit hat sich die EQ als ein erfolgreiches Instrument zur beruflichen Integration junger Menschen erwiesen.

Unternehmen, die einen EQ-Teilnehmer einstellen wollen, nehmen bitte mit dem Ansprechpartner bzw. der Ansprechpartnerin des Arbeitgeberservice Kontakt auf.
Telefon: 0800/4 5555 20

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