Optimal auf den Stationsalltag vorbereitet

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UKJ-Pflegestudentin Marie-Therese Kämpf sammelte in der Absolventenwoche neue Erfahrungen im Pflegealltag.

Jena (UKJ/db). Neun Studierende des ausbildungsintegrierenden dualen Pflegestudiums wurden im Rahmen einer Absolventenwoche im Oktober in den Fachbereichen Herz- und Thoraxchirurgie und Kardiologie auf der B230 am Universitätsklinikum Jena (UKJ) intensiv eingearbeitet. Damit erhielten sie erstmals Gelegenheit, nach Abschluss der dreijährigen Pflegeausbildung, ihre praktischen Fähigkeiten zu vertiefen, bevor sie sich in den letzten beiden Semestern des Pflegestudiums den wissenschaftlichen Aspekten widmen und ihre Bachelorarbeit verfassen.

Die Absolventenwoche wurde eigens für den neuen Studiengang konzipiert, um die Gesundheits- und Krankenpfleger optimal auf ihren künftigen Arbeitsalltag vorzubereiten. „Die Fachbereiche haben sich für unsere Berufsanfänger angeboten, um sowohl operative, als auch konservative Aspekte der pflegerischen Versorgung zu trainieren“, so Sebastian Haubner, Ausbildungsleiter am UKJ.

Begleitet von Praxisanleitern lag der Schwerpunkt der Absolventenwoche darin, die bereits erworbenen Fähigkeiten der Studenten zu stärken. Dabei spielte die Zusammenarbeit im Stationsteam, mit Ärzten und weiteren Bereichen des Klinikums, eine zentrale Rolle.

„Es ging auch darum, die Studenten einmal ins kalte Wasser zu werfen, ihnen ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie sie mit ungeplanten Ereignissen umgehen, ohne dass die Pflege selbst darunter leidet und welche Verantwortung im Pflegealltag zu übernehmen ist“, erklärt der Ausbildungsleiter die Idee hinter der Praxiswoche.

Gerade die Abstimmung im Team sowie zwischen Pflegekräften und Ärzten war eine ganz neue Erfahrung für die Teilnehmer. Auch erhielten sie Einblick in vielfältige Abläufe. „Wir lernten die Prozesse zum Medikamentenmanagement kennen. Bisher stand eher der direkte pflegerische Umgang mit den Patienten im Vordergrund“, berichtet Pflegestudentin Marie-Therese Kämpf.

Zusätzlich zur Einarbeitung in der Herz- und Thoraxchirurgie hospitierten die Teilnehmenden auch bei Untersuchungen und OPs, um zu sehen, wie die verschiedenen Bereiche der pflegerischen und ärztlichen Versorgung ineinandergreifen.

Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Absolventenwoche sei die koordinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten auf der Station gewesen. „Gerade die gründliche Betreuung durch die Praxisanleiter, die normalerweise selbst Pflegeaufgaben übernehmen, erforderte gute Absprachen. Aber auch das eigene Arbeitsmanagement der Studenten spielte eine wichtige Rolle“, so Haubner.

Insgesamt bewerteten die Teilnehmer die Absolventenwoche als gutes Training, um die komplexen und verantwortungsvollen Abläufe und Prozesse im Alltag zu festigen. Das Konzept soll deshalb auch zukünftig fortgesetzt werden.

Auch 2018 bietet das Universitätsklinikum Jena das duale Pflegestudium an:

Interessierte können sich bis zum 31. März 2018 online bewerben unter https://www.uniklinikum-jena.de/jobformular.html?offerId=2397.

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