Science City Jena zieht gegen Ludwigsburger Riesen mit 64:78 den Kürzeren

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Mit einer 64:78-Niederlage endete der Basketball-Sonntag für Science City Jena weniger erfreulich. Die als Underdog in die Partie startenden Erstliga-Riesen von der Saale unterlagen den MHP Riesen aus Ludwigsburg vor 2608 Zuschauern aufgrund einer Durststrecke nach der Halbzeitpause, sammelten in der entscheidenden Phase zudem immer wieder diskutable Foulpfiffe der Unparteiischen und mussten am Ende 25 Freiwürfe (33 Versuche) der Barockstädter schlucken.

Von Immanuel McElroy früh mit 2:0 in Front gebracht, mussten die Gäste straffe 170 Sekunden warten, bevor Johannes Thiemann an der Freiwurflinie den Ausgleich besorgte. Ausgeglichenheit war das Schlagwort des ersten Spielabschnitts, welcher sich von knappen Spielständen und wechselnden Führungen bis zur Viertelpause bewegte. Ob Distanzwürfe durch den zweimaligen Liga-MVP Julius Jenkins zum 7:6 (3.) und 10:11 (5.), ein Dreier von Max Ugrai zum 15:12 (7.) oder der Dunk des Jenaer A2-Nationalspielers zum 21:21 (9.), das Auftaktviertel sprach mit einem Score von 23:23 für eine eher „enge Kiste“.

Auch über weite Teile des zweiten Abschnitts blieben die Match Ups griffig und die Spielstände knapp. Allein zehn wechselnde Führungen nach Thiemanns Freiwurf zum 23:24 (11.) bis zur 34:35-Führung durch den Ludwigsburger Flügel Adam Waleskowski (17.) sorgten für ein offenes Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Kontrahenten. Erst unmittelbar vor dem Kabinengang gelang es den Baden-Württemberger sich leicht abzusetzen, nachdem das Team von John Patrick mit einem 39:34-Vorsprung in die Kabinen ging.

Nach Rückkehr auf das Parkett war es das Jenaer Batman-und-Superman-Duo Immanuel McElroy und Julius Jenkins, welches sich gegen die qualitativ starken Gäste stemmte. Nachdem die beiden erfahrenen BBL-Legenden zwischenzeitlich auf 38:41 und 41:45 (23.) verkürzt hatten, meldete sich der Kanadier in Diensten der Gäste zu Wort. Während Science City den ersten Dreier von Adika Peter-McNeilly zunächst noch durch Skyler Bowlin konterte, blieben die beiden folgenden Distanzwürfe von Thomas Walkup und McNeilly unbeantwortet. Den ersten zweistelligen Vorsprung der MHP-Riesen beim 44:54 (25.) quittierte Science-City-Headcoach Björn Harmsen mit einer taktischen Auszeit. Doch die Barockstädter ließen sich auch nach der Jenaer Auszeit nicht aus dem Rhythmus bringen, setzten konsequent ihr Spiel kleiner aber feiner Nadelstiche fort, um sich in dieser Phase einen vorentscheidenden Vorteil zu erspielen. Auszeitenübergreifend legten die Schwaben einen 17:0-Lauf hin, der die Ludwigsburger zusätzlich begünstigt durch eine gegen Jena geahndete 9:3-Foulverteilung im dritten Abschnitt enteilen ließ. Mit vier von sechs verwandelten Freiwürfen sowie zwei Korblegern von Justin Sears hatten sich die Gäste bis zur 28. Minute auf 62:44 spielentscheidend abgesetzt. Der Korb zur höchsten Führung des gesamten Spiels ging auf das Konto von Dwayne Evans, der 70 Sekunden vor der letzten Viertelpause zum 65:44 traf.

Science City versuchte sich im finalen Abschnitt noch einmal gegen die drohende Heimniederlage zu stemmen, fand in denen ihre beeindruckende Qualität und Tiefe ausspielenden Baden-Württembergern jedoch eher undankbare Gäste. So wischte Justin Sears mit seinem Korbleger zur 72:51-Führung der schwäbischen Riesen (33.) die letzten Zweifel vom Parkett. Alle bis zur Schlusssirene noch folgenden Aktionen hatten, wie die bis zum Ende auf 27:20 relativierende Foulverteilung, lediglich statistischen Charakter.

SCJ: Ugrai 13 Punkte, Jenkins 11, McElroy 10, Bowlin 9, Mazeika 8, Mackeldanz 5, Allen 4, Clay 2, Spearman 2, Reyes-Napoles

The Londoner - Gotha

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