NABU: Habt ein Herz für Kröten!

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Erdkröten. Foto: Heinz Strunk/NABU

Jena/Gotha (red/NABU, 11. März). „In diesem Jahr hat die Wanderung von Amphibien schon früher begonnen als sonst“, teilt Ulrich Scheidt vom Landesfachausschuss Herpetologie des NABU Thüringen mit.

Er ist zudem Vorsitzender des Vereins Amphibien- und Reptilienschutz in Thüringen und kann die aktuelle Situation von Kröten, Fröschen und Molchen im Freistaat gut einschätzen. „Amphibien haben es in unseren Breiten schwer, denn auf ihrem Weg in die Laichgewässer, lauern viele Gefahren. Vor allem das Queren von Straßen kann dabei zur Todesfalle werden. An vielen Stellen mit großem Wanderaufkommen bauen unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie Behörden kilometerlange Amphibienzäune auf. Außerdem sorgen mittlerweile fest installierte Amphibienleiteinrichtungen für mehr Sicherheit beim Überqueren der Straße.“ Leider zu wenig, sagt der Amphibienexperte. Jährlich kommen immer noch Tausende von Amphibien im Straßenverkehr ums Leben. Aus diesen Gründen bittet der NABU Thüringen um Rücksichtnahme bei Amphibienwechsel. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten vorsichtig fahren, ohne dabei jedoch andere zu gefährden.

Zusatzinformationen
Für Frosch & Co sind beim Überqueren von Straßen nicht nur die Autoräder gefährlich. Fahren Autos schneller als 30 km/h, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere allein schon durch den Strömungsdruck sterben, ohne vom Fahrzeug direkt berührt worden zu sein. Der dabei entstehende Luftsog steigt so stark an, dass er die inneren Organe der Amphibien zum Platzen bringt.

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