Oettinger Rockets unterliegen zu Hause

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Auch Nationalspieler Andreas Obst konnte die gestrige Niederlage gegen die Basketball Löwen Braunschweig nicht verhindern. Foto: Karim El Boujdaini

Die Rockets mussten zu Hause eine schmerzhafte 87:92-Niederlage gegen die Basketball Löwen Braunschweig hinnehmen und verpassten damit ihren ersten Heimsieg in der easyCredit-BBL. Ekene Ibekwe konnte kurzfristig aufgrund einer leichten Blessur verletzungsbedingt nicht mitwirken. In einem packenden und engen Spiel gelang es den Raketen nicht, in der Verteidigung den Gegner ausreichend unter Druck zu setzen und dessen Offensivrhythmus zu stören. Ausschlaggebend dabei waren dabei die zahlreichen Rebounds der Braunschweiger (34) sowie ihre sehr hohen Wurfquoten aus der Distanz.

1. Viertel: Die ersten beiden Aktionen gehörten den Gästen, doch Johannes Richter, der nach seiner Verletzung sein erstes Heimspiel für die Raketen bestritt, konnte mit einem Dreier gleich zu Beginn zum 3:4 glänzen. Auch Andreas Obst knüpfte an die zuletzt starken Leistungen an und versenkte wie gewohnt sicher einen Dreier zum zwischenzeitlichen 8:4. Insgesamt 67 Prozent ihrer Dreipunktewürfe trafen die Rockets im ersten Viertel und zeigten, wieso sie zurecht das zweitbeste Team der Liga von der 6,75-Meter-Linie sind. Die Raketen fanden in der Offensive einen guten Rhythmus und konnten mit fünf Punkten in Führung gehen. Die Gäste zeigten aber von Anfang an großen Kampfgeist und kamen immer wieder heran. So konnten sie den Rückstand bis zur Viertelpause auf zwei Punkte verkleinern.

2. Viertel: Beide Mannschaften konnten die ersten Punkte erneut mit Dreipunktewürfen erzielen, die Braunschweiger kamen einen Ticken besser in das Viertel und konnten sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Schlüssel zum Erfolg der Gäste waren zahlreiche gelungene Abschlüsse aus dem Pick-and-Roll, hier taten sich die Hausherren über das ganze Siel hinweg in der Defensive schwer. Die Löwen zeigten sich in allen Bereichen verbessert, vor allem trafen sie nun mehr als die Hälfte ihrer Zweipunkte-Würfe (59%). Dino Dizdarevic konnte den herausgearbeiteten Abstand aber mit einem Dreier zur Pausensirene auf 46:49 verkleinern.

3. Viertel: Nach der Halbzeit entwickelte sich weiter ein spannendes und enges Spiel. Das Viertel war insgesamt sehr ausgeglichen (19:19), beide Mannschaften zeigten ansprechende Aktionen. Bei den Rockets stach vor allem Spielmacher Nemanja Jaramaz heraus. Zwar gelang es den Löwen sich kurzzeitig einen kleinen Lauf zu erspielen, jedoch antworteten die Rockets umgehend und kämpften sich mit einigen gelungenen Offensivaktionen wieder heran. Für Emotionen sorgte ein spektakulärer Dunking von Retin Obasohan aus dem vollen Lauf zum 57:57, der sich auch nicht von einem harten Foul abhalten ließ.

4. Viertel: Die Braunschweiger gingen mit einer Führung in die letzten zehn Minuten (65:68) und konnten erneut auf sieben Punkte wegziehen. Wieder kämpften sich die Rockets mit einem starken Zwischenspurt heran. In den letzten Minuten versuchten die Spieler von Ivan Pavic viel, um das Spiel doch noch zu drehen. Leider waren sie im Korbabschluss teilweise unglücklich. Das bestraften die Spieler von Head Coach Frank Menz auf der anderen Seite gnadenlos. In der Crunchtime zeigte sich Scott Eatherton unter dem Korb als bewährter Punktelieferant und konnte sich immer wieder in Szene setzen. Am Ende konnten die Gäste den knappen Vorsprung klug über die Zeit retten und das Spiel für sich entscheiden.

Beste Scorer: Nemanja Jaramaz (20 Points, 3 Assists, 4 Rebounds), Johannes Richter (17 Pts, 3 As, 4 R), Retin Obasohan (14 Pts, 1 As, 2 R)

Head Coach Ivan Pavic: „Es war heute ein extrem wichtiges Spiel für uns, weshalb uns die Niederlage natürlich sehr schmerzt. Leider haben wir es heute nicht geschafft, eine höhere Intensität als der Gegner an den Tag zu legen. Gerade auch mit dem Rebound-Verhalten können wir nicht zufrieden sein. Deshalb müssen wir als Team beim Rebound und in der gesamten Verteidigung geschlossener auftreten. In der Offense hatten wir heute positive Ansätze, aber 92 Punkte für Braunschweig sind definitiv zu viel um das Spiel zu gewinnen. Wir werden daraus als Mannschaft die richtigen Lehren ziehen, um bereits am Sonntag in Ludwigsburg den nächsten Schritt in unserer Entwicklung zu machen.“

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