SPD-Fraktion bringt Mitte-Deutschland-Verbindung voran

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Der elektrifizierte und zweigleisige Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung auf der Schiene zwischen Weimar, Gera und Gößnitz steht wieder infrage. Foto: Antranias/Pixabay

Erfurt (red, 27. Januar). In den Verhandlungen zum Haushalt hat sich die SPD-Fraktion erfolgreich für den zweigleisigen Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung eingesetzt.

Sobald der Landtag den Haushalt final beschließt, stehen damit in den nächsten Jahren bis zu 4,6 Mio. Euro für die notwendigen Planungen bereit. Der verkehrspolitische Sprecher Lutz Liebscher erklärt dazu:

„Für uns ist der zweigleisige Ausbau ein zentrales Anliegen. Nur mit gleichwertigen Verkehrsangeboten in ganz Thüringen schaffen wir den Umstieg von der Straße auf die Schiene. Unsere Argumente haben nun auch die Verhandlungspartner der CDU überzeugt. Das ist ein wichtiges Signal für Ostthüringen und unterstreicht die Forderung an den Bund, ebenfalls der überregionalen Bedeutung der Mitte-Deutschland-Verbindung gerecht zu werden.“

Der Kompromiss zum Haushalt sieht in diesem Jahr 1,2 Mio. Euro und für die Jahre 2023 bis 2026 weitere 3,45 Mio. Euro als sogenannte Verpflichtungsermächtigung vor. Damit könnte mit dem Beschluss des Haushalts Anfang Februar die Planung noch in diesem Jahr beginnen und wäre auch in den Folgejahren finanziell gesichert.

Geschichte/Hintergrund:
Die Mitte-Deutschland-Verbindung ist eine Eisenbahnverbindung zwischen dem Rheinland, Westfalen (heute NRW), Nordhessen, Thüringen und Sachsen.
Sie führte ehemals von Westdeutschland nach Ostdeutschland ins oberschlesische Industriegebiet.
Derzeit ist sie für Ostthüringen und Westsachsen die wichtigste Schienenverbindung. Sie verbindet weit über eine halbe Million Menschen und ist entscheidend für die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene.
Sie ist Bestandteil einer möglichen direkten Bahn-Verbindung vom Ruhrgebiet oder Frankfurt am Main über Eisenach, Erfurt, Weimar, Jena-West, Jena-Göschwitz, Gera, Gößnitz, Werdau, Zwickau, Chemnitz bis nach Dresden und stellt damit eine Alternativroute zur derzeit für den Fernverkehr genutzten Trasse von Erfurt über Leipzig nach Dresden dar.

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