Der 12. Mai ist „Tag der Pflege“

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Gotha (red/mg, 10. Mai). Am 12. Mai 1820 wurde die britische Pionierin und Krankenschwester Florence Nightingale geboren. Ihr zu Ehren rufen Pflegende weltweit einmal im Jahr dazu auf, öffentlich ein Zeichen für gute Pflege zu setzen.

Florence Nightingale (geboren am 12. Mai 1820 in Florenz; gestorben 13. August 1910 in London) war eine weltweit bekannte Krankenschwester. Die Tochter einer wohlhabenden britischen Familie gilt als die Pionierin der modernen Krankenpflege. An ihrem Geburtstag wird daher ihr zu Ehren der internationale „Tag der Krankenpflege“ begangen. Foto: Wikipedia/gemeinfrei

Der internationale Tag der Pflegenden wurde 1965 vom International Council of Nurses (ICN, Weltbund der Pflegenden) ins Leben gerufen und wird seit 1967 auch in Deutschland begangen. Im Januar 1974 wurde der Tag der Pflegenden schließlich offiziell zu einem Internationalen Aktionstag erklärt. Daran erinnert auch die Agentur für Arbeit Gotha in einer Pressemitteilung.

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie rückten die Pflegekräfte in den Fokus der Gesellschaft. „Die Pflegekräfte leisten in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und in der ambulanten Pflege einen unschätzbaren Dienst für die Menschen und das ganz unabhängig von der aktuellen Situation“, betont Ina Benad, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gotha.

Rund 11 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Gotha und im Unstrut-Hainich-Kreis arbeiten in diesen Berufen. Damit sind 9.089 Menschen, darunter 520 Auszubildende in den Pflegeberufen beschäftigt.

Seit Jahren steigt der Bedarf an Pflegekräften, während das Interesse junger Menschen an einer Ausbildung in dem Bereich konstant bleibt. „Mit der gestiegenen Anerkennung der Pflegeberufe in der Gesellschaft wäre es wünschenswert, dass sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden. Obwohl sich traditionell mehr Frauen in der Pflege engagieren als Männer, ist es auch ein toller und erfüllender Beruf für Männer“, so Ina Benad.

Ebenso ist ein Beruf in der Pflege krisensicher und zukunftweisend. In den medizinischen Fachberufen sind aktuelle 106 Menschen arbeitslos gemeldet. Demgegenüber stehen 110 freie Stellen in diesem Bereich. Bei den Altenpflegern zeigt sich ein ähnliches Bild. Hier gibt es nur 4 arbeitslose examinierte Altenpfleger, denen 44 freie Stellen gegenüberstehen. Lediglich bei den Altenpflegehelfern gibt es mehr Arbeitslose (97) als freie Stellen (19). „Wo immer es möglich ist, bieten wir den Betroffenen eine Umschulung bzw. Weiterbildung an mit dem Ziel, den Abschluss als examinierter Altenpfleger zu erreichen. So wollen wir den Bedarf an Fachkräften sichern helfen“, sagte Ina Benad.

Durch die demografische Entwicklung in der Gesellschaft wird der Bedarf an Pflegekräften in den kommenden Jahren weiter steigen. Viele Beschäftigte in diesem Bereich gehen in den nächsten Jahren in Rente. In einer aktualisierten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) werden die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Fachkräftebedarf im Bereich der Pflege in Thüringen betrachtet. Dabei stand die Frage nach dem zukünftigen Beschäftigungsbedarf in der ambulanten und stationären Pflege bis zum Jahr 2035 im Fokus. Untersucht wurden sowohl Ersatzbedarf für ausscheidende Mitarbeiter als auch der Erweiterungsbedarfe, durch eine zu erwartende Erhöhung der zu pflegenden Personen.

Für den Landkreis Gotha ergibt sich damit ein Ersatzbedarf bis 2035 in der ambulanten Pflege von 419 bis 503 Pflegekräften und in der stationären Pflege von 438 bis 513 Pflegekräften.

Die Studie mit den Ergebnissen für Thüringen/Sachsen-Anhalt mit allen Kreise/kreisfreien Städte findet man hier.

 

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