Klug-Scheißerei: Paraskavedekatriaphobie

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Grafik: minorthreadsco/Pixabay

von Rainer ASCHENBRENNER

Nicht sicher ist, wie viele Menschen an Paraskavedekatriaphobie leiden – der krankhaften Angst vor einem Freitag, dem 13.

Der Wochentag als Jesus‘ Todestag und die 13 als Pechzahl haben ihre Wurzeln in christlicher Tradition. Die abergläubische Furcht vor diesem Datum kam dennoch erst im 20. Jahrhundert auf und wahrscheinlich aus den USA. Aber auch wenn der Börsenkrach 1929 als „Schwarzer Freitag“, der zudem ein 13. war, in die Geschichte einging, begann er schon am Donnerstag…

In Deutschland tauchte Freitag, der 13., zum ersten Mal 1957 in einer Glosse von Thilo Koch in der „Frankfurter „Allgemeinen Zeitung“ auf, in der er sich darüber lustig machte, dass der Stapellauf des Öltankers „Tina Onassis“ wegen des Unglücksdatums verschoben wurde.

Nicht überall auf der Welt ist Freitag, der 13., ein besonderes Datum. In Spanien und Lateinamerika gelten Dienstage, die auf den 13. eines Monats fallen (Martes 13) als Unglückstage. In Italien gilt Freitag, der 17., als Unglücksdatum.

Hoffnung für paraskavedekatriaphobische Patienten machen auch nicht Berechnungen der Mathematiker Prof. Dr. Heinrich Hemme und Jochen May aus dem Jahr 2011: Demnach sei Freitag, der 13. wirklich mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Unglückstag als ein Donnerstag, der 13. Dies läge an Phänomen der Schaltjahre.

Ein Schaltjahr liegt vor, wenn sich die Jahreszahl durch 4, nicht aber durch 100 oder ohne Rest durch 400 teilen lässt. Deshalb umfasst der Schaltjahreszyklus 400 Jahre. Innerhalb dieser Periode nun fällt der 13. häufiger auf einen Freitag als auf einen anderen Wochentag.

Quellen: http://www.deutscher-weiterbildungspreis.de/presse.html, Wiki, eigene Erfahrungen 🙂

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