Prantl: Grundrechte kein „Konfetti für schöne Zeiten“

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Bildschirmfoto: OaF

Düsseldorf/Gotha (red, 21. Februar). Er ist nicht irgendein Journalist. Er war und ist eine der maßgebenden Stimmen des deutschen Journalismus – Heribert Prantl. Der gebürtige Bayer war von 1995 bis 2017 Leiter des Ressorts Innenpolitik und von 2018 bis 2019 Leiter des Ressorts Meinung der Süddeutschen Zeitung in München; von 2011 bis 2019 war er dann noch Mitglied der Chefredaktion.

In einem Gespräch mit Thomas Tuma vom „Handelsblatt“ redet Prantl Klartext in Sachen Corona und konstatiert: „Das Virus infiziert das Denken und unsere demokratische Substanz.“

Sein Unbehagen habe sehr früh begonnen, berichtet Prantl. Initiiert wurde es, als der gläubige Katholik in den Gottesdienst. Doch an der Kirchentür verkündete ein Schild: „Wegen Corona geschlossen“. Da habe er sich gefragt, warum einst die Kirche selbst in Zeiten größter Katastrophen Trost spendete und nun sich verweigerte.

Doch auch seinem Berufsstand schreibt er Klartext ins Stammbuch: Pressefreiheit heiße deshalb so, weil es vornehmste Aufgabe der Presse sei, die Freiheit zu verteidigen.“

Derweil seien zudem Bewegungs- und Versammlungsfreiheit, Religions-, Gewerbe- und Reisefreiheit „bedroht, eingeengt, wenn nicht gar geopfert“. Grundrechte seien aber kein „Konfetti für schöne Zeiten“, warnt der Jurist.

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