Rückenwind aus der EU für Ohratalbahn

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Ein Bild aus vergangenen Zeiten – in Gräfenoda am 25 Mai 2006 aufgenommen. Foto: Mazbln/Wikipedia

Gotha (red, 29. Januar). Gute Neuigkeiten gibt es für die Wiederbelebung einer stillgelegten Zugstrecke in der Region: Die Europäische Union hat nach einer Initiative der Thüringer Landesregierung über ein spezielles Sonderprogramm die Ohratalbahn ins Visier genommen.

„Mit mehr als 2,2 Millionen Euro werden in sechs EU-Staaten bestimmte Schienenwege untersucht, um sie insbesondere für den Güterverkehr fit zu machen“, schildert Matthias Hey, Gothaer Abgeordneter des Thüringer Landtages, das neue europäische Verkehrsprojekt REIF. Es steht für „Regional Infrastructur for Railway Freight Transport-Revitalised“ und soll mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene bringen.

„Die Ohratalbahn soll wiederbelebt werden, wird aber allein mit Personenverkehr auf Dauer nicht rentabel sein“, schildert Hey seine Beweggründe, das EU-Projekt zu unterstützen. „Mit dem großen Ohrdrufer Gewerbegebiet könnte man auf der Strecke aber genauso gut auch Güter transportieren.“

Er führte daraufhin mehrere Gespräche mit der Geschäftsführung der ZossenRail GmbH, der jetzigen Betreiberin der noch intakten Teilstrecke von Gotha nach Emleben. „ZossenRail zeigt sich sehr interessiert, nicht nur Personen, sondern auch Güter zu befördern“, schildert Hey den aktuellen Sachstand.

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft erklärte sich nun als offizieller Partner des REIF-Projekts und stellt eine Kofinanzierung der europäischen Mittel bereit.

„Nach Prüfung aller vorliegenden Strecken, die in Thüringen wiederbelebt werden sollen, hat das Ministerium der EU die Ohratalbahn vorgeschlagen, und die EU hat jetzt die Ohratalbahn sogar als Pilotprojekt in ihr Förderprogramm aufgenommen“, freut sich Hey, „das ist quasi ein Ritterschlag aus Brüssel und beweist: Die Erfolgsaussichten zur Wiederbelebung der Ohratalbahn sind enorm gestiegen!“

Ab jetzt unterstützt die Europäische Union finanziell das Erstellen eines Gesamtmaßnahmekonzepts und von Machbarkeitsstudien für die langfristige Betreibung der Strecke, „das ist mitunter nicht wenig Geld, das zunächst in die Hand genommen werden muss, um alle notwendigen Dinge zur Wiederinbetriebnahme festzustellen und zu koordinieren“, so Hey. Das Verkehrsprojekt REIF wird zunächst bis März 2022 finanziert.

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