Senioren-Union Thüringens: Enttäuschte Senioren wegen Energieentlastungspaket der Ampel

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Symbolfoto: Moritz 320/Pixabay

Erfurt (red, 5. April). Enttäuschung und große Empörung herrsche bei Rentnerinnen und Rentnern über ihre Nichtberücksichtigung beim Energieentlastungspaket der Ampel-Koalition. Das berichtet der Thüringer Landesvorsitzende der Senioren-Union, Rolf Berend, nach vielen Gesprächen und Anrufen älterer Bürger.

Rolf Berend. Foto: Senioren-Union der CDU

„Das Entlastungspaket soll doch allen helfen, die es aufgrund gestiegener Preise derzeit besonders schwer haben. Die Rentner dabei unberücksichtigt zu lassen, ist nicht zu vermitteln“, so Berend.

Die Ergebnisse für diese Generation seien ein Hohn und die Missachtung einer großen Bevölkerungsgruppe. „Wenn nach Aussage der Regierung hiermit die Mitte der Gesellschaft entlastet werden soll, dann müssen wir als Senioren zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht zur Mitte der Gesellschaft gehören“, gibt der Vorsitzende zu bedenken.

Zwei Beispiele
Die 300 Euro Zuschuss bekomme kaum einer von ihnen, da Senioren bekanntlich keinen Arbeitgeber haben. Zwar müssten rund ein Drittel der 21 Millionen Rentner in Deutschland eine Steuererklärung abgeben. Ob in diesem Fall aber die Rentenkasse als Arbeitgeber im Sinne des Gesetzes gelten kann und das Geld überweist, sei fraglich.

Auch über den Verweis auf das Dreimonatsticket von 9 Euro für den ÖPNV, das doch allen zugutekommen solle, könne man „aus Rentnersicht nur mit dem Kopf schütteln“, erklärt Berend: „Für die Stadtbewohner ist das sicher ein Vorteil, für den ländlichen Raum jedoch ein schlechter Witz. Rentner, die zum Arzt, zur Apotheke, in Einkaufsmärkte oder aufs Amt in die Stadt müssen, können dies mit Bus oder Bahn nicht bewerkstelligen. Sie sind auf den Pkw angewiesen – aber natürlich ohne Pkw-Pauschale, denn die gibt es wiederum nur für Berufspendler.“

Und die Rentenerhöhung?
„Wenn die Regierung meint, die Rentner seien doch mit der zu erwartenden Rentenerhöhung berücksichtigt, ist das Zynismus pur“, sagt Berend. Schließlich sei die Rente ohnehin stets an die Lohnentwicklung gekoppelt. Dadurch habe eine reguläre Erhöhung mit den derzeitigen Schwierigkeiten und den damit verbundenen Hilfen gar nichts zu tun.

„Deshalb fragen sich Seniorinnen und Senioren zu Recht, warum die Ampel-Regierung die ältere Generation, die wesentlich für den Wohlstand in unserem Land gesorgt hat, so stiefmütterlich behandelt. Eine angemessene Nachbesserung staatlicher Unterstützungen für Senioren wäre nicht nur ein Gebot der Gerechtigkeit, sondern auch eine Wertschätzung für diese Bevölkerungsgruppe, die etwa im Ehrenamt hervorragende Arbeit leistet“, so der Landesvorsitzender der Senioren-Union abschließend.

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