Thüringisches Zwischenergebnis zur „Stunde der Wintervögel“

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Diese Weidenmeise stört sich micht m Eis und Schnee. Foto: Alexander Erdbeer

Jena/Gotha (red/NABU, 16. Januar). Nach vorläufiger Auswertung resümiert der NABU Thüringen eine gute Beteiligung bei der „Stunde der Wintervögel“.
Deutschlands größte Vogelzählaktion fand vom 8. bis 10. Januar statt und im Freistaat haben bis heute über 4.800 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde ihre Ergebnisse an den NABU gemeldet, bundesweit waren es über 190.000.
Die Zahlen werden weiter steigen, denn bis kommenden Montag den 18. Januar kann noch nachgemeldet werden.

Bildschirmfoto: OaF

Die fünf am häufigsten gesichteten Vogelarten sind bisher Haussperling, Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel. „Das sind die gleichen Platzierungen wie im letzten Jahr. Allerdings haben Kohlmeise, Feldsperling und Blaumeise im Vergleich zum Vorjahr einen Abwärtstrend von bis zu 19 Prozent Vögel pro Garten zu verzeichnen. Ob der Trend bei den Blaumeisen am Blaumeisensterben liegt, muss noch ausgewertet werden“, berichtet Klaus Lieder, Vogelexperte beim NABU Thüringen. „Den Abwärtstrend beim Feldsperling habe ich aber auch schon zur Brutzeit 2020 selbst festgestellt. Von den sonst üblichen sechs Brutpaaren in meinen Garten war nur noch eines übrig. An der Futterstelle habe ich zurzeit sogar Mühe zwei Feldsperlinge zu entdecken, sonst waren im Winter zwischen 50 – 80 der Tiere gleichzeitig zu sehen.“

Als erfreulich sind jedoch die Ergebnisse bei der Ringeltaube und beim Rotkehlchen zu werten. Beide erreichten ihr bestes Ergebnis. Die Rotkehlchen legen im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent und die Ringeltauben um sogar 31 Prozent gemeldeter Vögel pro Garten zu. Die gestiegenen Zahlen bei Rotkehlchen und Ringeltaube führt der Naturschützer auf den bisher weitestgehend milden und schneefreien Winter bis Anfang Januar zurückzuführen.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und fand bereits zum elften Mal statt. Noch bis zum 18. Januar können Vogelbeobachtungen an den NABU nachgemeldet werden.

Infos zu dem genauen Ergebnissen bis auf Landkreisebene finden sich hier.

 

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