BI verwahrt sich gegen Unterstellungen des Umweltministeriums

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Gotha (red/rh, 8. Februar). Rico Heinemann, der Gründer und Sprecher der BI „Lebensraum Apfelstädt“ hat an Umweltministerin Anja Siegesmund (GRÜNE) geschrieben. Grund sind öffentliche Äußerungen des Ministeriums, die aus Sicht der BI „einseitig, in teilweise diskreditierender Art und Weise“ seien.

Seitens der BI werde man im Gespräch bleiben, weil man von der Kraft des sachlichen Argumentes überzeugt sei: „Wir sind jedoch nicht bereit, eine einseitig geschaffene Realität durch die Inbetriebnahme der Westringkaskade hinzunehmen, die unsere Lebensgrundlagen zerstört“, so Heinemann.

„Oscar am Freitag zitiert das Schreiben im Wortlaut:

„Sehr geehrte Frau Ministerin Siegesmund,
am 20. Januar 2022 wurde im Thüringer Landtag unser Petitionsbegehren „Austrocknung der Apfelstädt verhindern“ öffentlich angehört. Ihr Haus war mit Herrn Staatssekretär Möller vertreten. Im Nachgang zu dieser öffentlichen Anhörung wurde insbesondere auch die Sachlichkeit unseres Vorbringens gewürdigt.

Vor diesem Hintergrund ist es umso verwunderlicher, dass Ihr Haus den Diskurs der öffentlichen Anhörung auf Ihrer Internetpräsenz einseitig, in mitunter diskreditierender Art und Weise, fortführt.

So wird unterstellt, dass Schlussfolgerungen aus dem zuletzt vorgelegten Gutachten „absichtsvoll falsch“ seien. Abgesehen davon, dass das eigene Argument nicht an fachlicher Qualität allein dadurch gewinnt, in dem ein anderes abqualifiziert wird, dürfte eine offizielle Internetpräsenz des Freistaates Thüringen wohl kaum geeignet sein, allein die „politische“ Sichtweise Ihres Hauses unwidersprochen abzubilden. Das ist nicht nur schlechter Stil, sondern zeugt auch von einem fragwürdigen Macht- und Selbstverständnis.

Bildschirmfoto der Passage aus „Häufige Fragen & Anworten“.

Herr Staatssekretär Möller hatte im Rahmen der öffentlichen Anhörung am 20. Januar 2022 die Möglichkeit, die Auffassung Ihres Hauses darzutun. Dass ihm dies aus verschiedenen Gründen nicht gelungen zu sein scheint, obwohl er auch Vorsitzender des Verwaltungsrates der Thüringer Fernwasserversorgung AöR ist und somit über einen umfassenden Kenntnisstand hätte verfügen können, sollte nicht zu diesem „Nachtreten“ (ver-)führen.

Wir als sachlich orientierte Menschen vor Ort sind von der Kraft des sachlichen Argumentes überzeugt. Wir sind jedoch nicht bereit, eine einseitig geschaffene Realität durch die Inbetriebnahme der Westringkaskade hinzunehmen, die unsere Lebensgrundlagen zerstört. Dass Sie das Projekt Westringkaskade als grüne Umweltministerin in dieser Art und Weise durchsetzen, ist leider eine Realität, die wir zur Kenntnis nehmen müssen. Der Glaubwürdigkeit politischen Handelns wird sicherlich damit kein guter Dienst erwiesen.

Für weitere Rückfragen und sachlichen Austausch stehen wir gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Rico Heinemann“

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