„Buchen nicht dem Holzhunger opfern“

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Rotbuchenwald. Foto: Frank Leo/fokus-natur.de

Gotha (red, 28. April). Der NABU Thüringen spricht sich gegen die Forderung der Holzindustrie aus, mehr Buchenholz aus den Thüringer Wäldern zu holen. Buchenwälder speicherten Kohlendioxid und seien wichtig für den Klimaschutz. Der Verband empfehle daher, Buchenholz, das zur Verbrennung vorgesehen oder als unveredeltes Rundholz nach China exportiert werden sollen, für die verarbeitende Holzindustrie zur Verfügung zu stellen.

„Im nächsten und übernächsten Jahrzehnt könnte sich entscheiden, ob die Klimakrise noch abzubremsen ist. Der Wald muss und kann zu Bewältigung dieser Krise seinen Beitrag leisten. Vorratsanreicherung im Holz und Humus durch Schonung der Laubholzbestände trägt zur Kohlenstoffspeicherung bei und ist der schnellste und kostengünstigste Weg, Klimaschutz im Wald zu realisieren. Die Diskussion, mehr Buchenholz einzuschlagen, ist absurd und schadet dem Klimaschutz. Vor allem, wenn es darum geht, Wälder dafür vorzusehen, die im Sinne der Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung aus der Nutzung genommen wurden. Die leisten einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz und die Artenvielfalt“, sagt der Forstwissenschaftler Dirk Hofmann, der stellvertretende Vorsitzende des NABU Thüringen. „Gerade Thüringens Wälder mit viel Nadelholzmonokulturen haben aufgrund der Trockenheit in den letzten Jahren besonders gelitten. Deshalb ist es wichtig, die noch relativ stabilen Buchenbestände zu schonen.“

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