Heimische Wälder mit ersten Farben und Düften

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Forstliche Fotosammlung

Erfurt (red/hs, 13. März). Nach einem sturmreichen Winter zeigen sich in diesen Tagen die ersten längeren Sonnenstunden mit milden Temperaturen. Sie haben im Gepäck ein besonderes Ereignis: die Frühblüher als auffälligstes Farb- und Duftphänomen in den noch weitgehend winterkahlen Wäldern.

Scharbockskraut, Winterlinge, Seidelbast, Märzenbecher oder Buschwindröschen sind erste (Vor-)Frühlingsboten, noch bevor der Laubaustrieb der Waldbäume beginnt. Ihre Blütezeit ist allerdings nur kurz.

Wer deshalb die erste Blütenpracht des Jahres genießen will, sollte die nächsten Wochen einen Waldspaziergang einplanen. „Insbesondere die Laubwälder, so etwa der Steiger bei Erfurt, der Webicht bei Weimar, das Rautal bei Jena oder die Wälder um die Wartburg, sind dafür beste Ausflugsziele“, sagt Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.

Wegen der noch fehlenden Belaubung fällt derzeit sehr viel Licht auf den Waldboden. Die ersten Sonnenstrahlen erwärmen die lockere Streuauflage am Waldboden rasch. Ideal für die durchaus farbenfrohen, duftenden, bodennah wachsenden Frühblüher. Sie verfügen über spezielle, teils unterirdische Speicherorgane wie Knollen, Zwiebeln oder Sprossen, in denen sie im Vorjahr Reservestoffe einlagern konnten, die zu Beginn der Vegetationsperiode ein schnelles Wachsen und Blühen unterstützen. Gleichsam ein von der Natur erstelltes „Starterpaket“. Gut wasserversorgte und nährstoffreiche Böden tun ein Übriges, um die Spezialisten im Ökosystem Wald umso schneller gedeihen zu lassen.

Mit Beginn des Laubaustriebs, bei der Buche etwa im April, beendet der Bärlauch als letzter Frühblüher im Jahresverlauf die kurze, aber farb- und duftreiche Phase im Wald.

 

 

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