ThüringenForst hat tierische Helfer

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Eichhörnchen unterstützen die Grünröcke: Sie legen Eicheln oder Bucheckern als Winternahrungslager an, die sie nicht alle wiederfinden. So wachsen im Frühjahr aus dem Versteck neue Bäumchen heran. Foto: Ralf Sikorski/Thüringen Forst

Erfurt (red/hs, 11. Februar). Mit knapp 1.300 Beschäftigten ist ThüringenForst ein großer Arbeitgeber, insbesondere im strukturschwachen ländlichen Raum. „Was viele nicht wissen: Bei der Gesundhaltung des ,Grünen Herzens‘ helfen auch viele Waldtiere mit“, sagt Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Welche das beispielhaft sind und was sie leisten, soll nachfolgende Auswahl fleißiger Waldhelfer zeigen:

Der Regenwurm baut unermüdlich im Boden abgestorbene Pflanzen- und Tierreste ab und sorgt so für Nachschub des fruchtbaren Humus. Bis zu acht Metern tief gräbt er sich in den Boden, er belüftet ihn nicht nur, sondern reichert diesen auch mit Nährstoffen an.
Damit sorgt er auch dafür, dass der Waldboden große Mengen Niederschlag aufnehmen und so Hochwasser verhindern kann.

Die Waldameise ist nicht minder fleißig: Nicht nur, dass sie, wie der Regenwurm, den Boden durchmischt, sie verbreitet auch Pflanzensamen, etwa den des Schneeglöckchens. Da Waldameisen auch räuberisch leben, vertilgen sie nicht wenige Forstschädlinge. Forstleute und Waldbesitzende helfen Ameisen aktiv, indem Ameisenhaufen gesichert und gefördert werden.

Ein verlässlicher Forstschutzhelfer ist auch der Ameisenbuntkäfer, der vorzugsweise Borkenkäfer vertilgt. Diese sind in großer Anzahl schädlich für den Wald. Der typisch schwarz-weiß-gelb gezeichnete Jäger ist flink wie eine Ameise unterwegs.

Eine der nützlichsten Vogelarten ist für Forstleute und Waldbesitzende der Eichelhäher. Nussfrüchte wie Eicheln, Bucheckern oder Haselnüsse werden durch ihn verbreitet. Er sammelt die Nussfrüchte und versteckt sie im Wald – findet aber oft genug die Verstecke nicht wieder. Im Frühjahr wachsen so neue Bäumchen.

Ganz ähnlich unterstützt das Eichhörnchen die Grünröcke. Das putzige Nagetier sammelt ebenfalls vor dem Winter Nüsse und Samen, versteckt diese als Nahrungsdepot, findet aber nicht alle Verstecke wieder.

Der Rotfuchs ist, nach Wolf und Luchs, das größte heimische Raubtier. Meister Reineke erbeutet insbesondere kranke, schwache sowie verendete Tiere und hat so die Rolle des „Gesundheitspolizisten“ im Wald übernommen. Er ist außerdem ein pfiffiger Mäusejäger.

Immer häufiger findet sich auch der Luchs in den heimischen Wäldern. Das „Pinselohr“ hört und sieht extrem gut und stellt als „Lauerjäger“ Rehen, Hasen und schwachem Rotwild nach. Damit unterstützt er Forstleute und Waldbesitzende, regelt u. a. die Dichte des Schalenwild-Bestands.

Die kleinere Schwester des Luchses, die Wildkatze, ist inzwischen in nahezu allen Waldgebieten Thüringens zu finden. Sie ist, mehr noch als Meister Reineke, ein leidenschaftlicher Mäusejäger. Mäuse können bei Massenvermehrung in Forstkulturen zur Plage werden. 2012 beteiligte sich ThüringenForst am Bau eines in nordsüdlich verlaufenden Wildkatzenkorridors in Westthüringen, um die Verbreitung der seltenen Art im Thüringer Wald zu unterstützen.

„Mit nachhaltiger, naturnaher Waldwirtschaft, flächendeckend durch die unabhängige Waldschutzorganisation PEFC zertifiziert, werden biologisch vielfältige Waldstrukturen gesichert, die ein ökologisches Gleichgewicht fördern“, erläutert Gebhardt abschließend. Dort finden immer mehr Tierarten einen Lebensraum, die als Waldbewohner gleichsam „Hand in Hand“ mit Forstleuten und Waldbesitzenden den Wald gesund erhalten.

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