ThüringenForst: Sanierungsoffensive für Forstwege

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Der größte Feind der aus Naturmaterialien gebauten Forstwege ist das Wasser. Nach starker Beanspruchung der Wege wird deshalb regelmäßig die Drainage instandgesetzt, damit Niederschläge wieder schnell vom Weg abfließen können. Foto: ThüringenForst

Erfurt (red/hs, 11. April). Dürre, Borkenkäfer und zuletzt die Orkanstürme „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ haben den heimischen Wäldern zugesetzt. Die anfallenden Schadholzmengen mussten und müssen aus Gründen der Arbeitssicherheit mit Forstmaschinen laufend aufgearbeitet und mit schwer beladenen Holz-Lkw abtransportiert werden. Nur so kann insbesondere die Gefahr durch Borkenkäfer gemindert werden.

Dies setzt allerdings den rund 5.100 Kilometer Forstwegen im Staatswald enorm zu. ThüringenForst sieht deshalb eine Sanierungsoffensive der malträtierten Forstwege vor.

Rund 7 Mio. Euro sollen dieses Jahr in den Forstwegebau investiert werden. Ab Mai startet die Sanierungsoffensive und wird sich über die Sommermonate erstrecken. „Forstwege werden aus regionalem, naturbelassenem Material gebaut, ohne Zusatz von chemischen Bindemitteln und ohne Asphaltdecke. Diese Naturwege haben aber nicht die Stabilität von Bitumen- oder Betonstraßen und bedürfen bei starker Inanspruchnahme einer fachgerechten Sanierung“, erläutert Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Die erfolge nach Abschluss der Holzerntemaßnahmen.

Somit könne sich in einigen Regionen die Wegeinstandsetzung, aufgrund der anhaltenden Sanierung der Borkenkäferschäden, noch etwas verzögern.

Die trockenen Sommermonate seien für die Reparatur von Schäden an Waldwegen prädestiniert: Durchnässte, schneebedeckte oder gefrorene Naturwege ließen sich nun einmal nicht sanieren. Das sei im Wald nicht anders als im eigenen Garten, so Gebhardt.

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