Gewerbevereine fordern: „Exit-Strategie jetzt!“

1
557
Symbolbild: geralt/Pixabay

Gotha (red/ad, 12. Februar) Namens des Gewerbevereins Gotha e. V., des Gewerbevereins Waltershausen e. V., des Gewerbevereins Eisenach e. V., der Moses Gotha GmbH & Co. KG und der Moses Saalfeld GmbH & Co. KG hat sich Andreas Dötsch, der Vorsitzende des Gothaer Gewerbevereins, mit einem „Offenen Brief“ an die Abgeordneten des Thüringer Landtages gewandt:

„Wir, die Gewerbevereine Gotha, Waltershausen und Eisenach sowie die Moses-Häuser Gotha und Saalfeld freuen uns, dass die Thüringer Landesregierung erste Schritte hin zu mehr Normalität in der Corona-Politik gerade in Bezug auf den Einzelhandel, vollzogen hat. Seitdem gelten in Thüringen z. B. beim Einkaufen, in der Gaststätte oder beim Frisör wieder die 3G-Regeln.

Das kann nur der Anfang sein. Einige Bundesländer gehen zur gleichen Zeit, trotz teils höherer Inzidenzen, weiter und stellen z. B. den stationären Einzelhandel dem Lebensmitteleinzelhandel gleich. Keine Kontrolle, Einkauf für alle! Gerade in grenznahen Bereichen stellt dies einen unfairen Wettbewerb zulasten des Thüringer Einzelhandels dar. Da erwarten wir eine schnelle Gleichbehandlung mit den Kollegen in anderen Bundesländern. 

Wir – auch als Initiatoren des Normenkontrollverfahrens zu 2G im Thüringer Einzelhandel – sehen es als logischen und konsequenten Schritt an, als nächstes die Thüringer Wirtschaft, die Händler, Dienstleister, Kulturschaffenden, Hotellerie, Gastronomie, Freiberufler und natürlich auch die Bürger endlich in die überfällige „Eigenverantwortung“ zu entlassen.

Ein europäisches Land nach dem anderen verkündet das Ende aller Corona-Maßnahmen. Nur Deutschland traut sich nicht, über eine Exit-Strategie nachzudenken. Das muss sich jetzt ändern!

Als Interessenvertreter unserer Mitglieder sind wir der Auffassung, dass die geltenden Einschränkungen gesellschaftlich und wirtschaftlich nicht mehr vertretbar sind und die Rückkehr zur Normalität zwingend notwendig ist. Hierbei haben wir aber nicht nur die wirtschaftlichen Interessen unserer Mitglieder im Blick, sondern sehen ebenfalls die dramatische Entwicklung in unseren Innenstädten als einen wichtigen Punkt an, der zwingend zu einem Umdenken in der Politik führen muss.  

Ebenfalls erhoffen wir, ja erwarten wir, dass der Weg in die Normalität mit konkreten, schnellen und leicht abrufbaren Unterstützungsangeboten für die Wirtschaft, Kunst und Kultur begleitet werden! Es muss alles dafür getan werden, dass die Gewerbetreibenden, als Folge der Pandemie und unverschuldet, nicht den Anschluss und die Zukunftsfähigkeit verlieren.

Werte Vertreter der Politik, trauen Sie uns Bürgerinnen und Bürgern Eigenverantwortung und Gesundheitsbewusstsein nach zwei Jahren Pandemie zu. Vertrauen Sie dem neuen Hygienebewusstsein und gehen Sie weitere Schritte der Lockerung!

Entlassen Sie uns mündige Bürger in die Eigenverantwortung!

Gewerbeverein Gotha e. V.
Gewerbeverein Waltershausen e. V.
Gewerbeverein Eisenach e. V.
Moses Gotha GmbH & Co. KG
Moses Saalfeld GmbH & Co. KG

Andreas Dötsch
Vereinsvorsitzender Gewerbeverein Gotha e. V.“

1 KOMMENTAR

  1. In „Eigenverantwortung “ entlassen bedingt aber auch eine Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber. Eine Erkenntnis, die bei der selbsternannten Mehrheit der Bevölkerung noch nicht angekommen ist, wie sie jeden Montag in Gotha unter Beweis stellt. Von einem „neuen Hygienebewusstsein“ ist man in diesen Kreisen jedenfalls Lichtjahre entfernt und steht dadurch den eigenen Zielen des Protestes selbst im Weg!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT