Zahl des Tages: Über 630.000 offene Stellen konnten 2022 nicht mit Fachkräften besetzt werden, meldet das arbeitgebernahe „Institut der deutschen Wirtschaft“.
Gotha (red, 17. April). Das sei die größte Fachkräfte-Lücke seit Beginn des Beobachtungszeitraums 2010.
Die Intensität des Fachkräftemangels sei bei Expertinnen und Experten mit Hochschulstudium groß. Hier seien sechs von zehn offenen Stellen nicht mit passenden qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern besetzt worden (60,0 %).
Besonders dramatisch sei der Fachkräfteengpass in Sozial- und Gesundheitsberufen. In 20 der insgesamt 43 Berufen aus dem Berufsbereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ wären acht bis neun von zehn offenen Stellen (75,1 bis 94,9 %) nicht besetzt worden, weil bundesweit keine entsprechend qualifizierten Arbeitslosen zur Verfügung standen.
Ebenfalls stark von Engpässen betroffen sind die Berufsbereiche „Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik“, wo insbesondere in Bauhandwerksberufen Fachkräfte fehlen, und der Bereich „Naturwissenschaft, Geografie und Informatik“, wo händeringend IT-Expertinnen und IT-Experten gesucht werden.
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