Liedermacher Olaf Bessert tritt am 14. Juni im Club Parterre auf

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Fliesenstudio Arnold

Am 14. Juni ist es wieder soweit! Olaf Bessert tritt mit It’s May Blues um 19:30 Uhr in der „kleinkunst im Club PARTERRE“ in der Justus Perthes Straße 11 auf.

Eine Gitarre, zwei Stimmen, zwei Kazoos und ‚zig Mundis sind dabei. Songs von Olaf Bessert, Texte von Borchert, Maurenbrecher,  u.a., sowie Blues- Mundi  Improvisationen  von Thomas Reinecke  gehören zum Programm!

Olaf Bessert? Vorsicht, Liedermacher! Wohl wenige Macher des deutschen Liedguts würden ihrer CD einen solchen Titel geben. Liedermachern haftet ein wenig das Image ökologisch korrekter Allesbesinger an. Selbst das Steinchen in der Hosentasche des Kindes war Reinhard May für Strophen genug. Aber Olaf Bessert ist anders. Er nimmt sich selber mit Humor und dürfte nach über 1000 Konzerten zu den Gothaer Urgesteinen zählen. Er möchte die Hürden überwinden, die zwischen ihm als Liedermacher und dem Publikum stehen: „Ich lasse mich auf die Leute ein und sie auf mich. In Interaktion zu treten, mit ihnen zu reden und sie einzubinden, öffnet Türen. Ich erzähle von mir, aus meinem Leben und suche Themen, die nahe gehen.“

Inspirationen gibt es genug, aus dem Aufruf des Oberbürgermeisters, am Projekt für ein sauberes Gotha teilzunehmen, entstand das Lied Gotha, Gotha. Fast 150 Stücke gehören mittlerweile zum Repertoire und das, obwohl der 48-jährige erst mit 20 Jahren zur Klampfe griff. So blickt er auf 28 Jahre Bühnenerfahrung zurück: „Auch ich habe mich im Laufe der Zeit verändert, jede Zeit hat ihre Lieder. Angefangen habe ich in Bands und seit Anfang der 90er spiele ich als Solist, bin aber dennoch gerne mit Kollegen auf der Bühne.“ Er dachte bereits darüber nach, seinen Beruf als Hausmeister in einem Kindergarten zugunsten der Musik aufzugeben. Aber er liebt beide Bereiche seines Lebens zu sehr. Liedermacher wie Gerhard Schöne inspirieren Olaf Bessert mit ihrer Mischung aus heiter, ernst und nachdenklich. Privat hört er gerne Neil Young und besucht Konzerte von Marisa Monte, Suzan Vega oder Lena und erzählt „Einer meiner Höhepunkte war neulich ein Auftritt in München auf einer Kleinkunstbühne.“

Mit Gitarre, Mundharmonika, Kazoo (Tröte) und einer warm-weich-tiefen Stimme steht Bessert meistens alleine auf der Bühne und singt Texte mit Tiefgang. Olaf Bessert hat ein gutes Gespür für seine Stimme entwickelt: „Beim Singen gefällt es mir, meine Stimme melodisch zu formen und die Stimmbänder in Schwingung zu versetzen. Sich selber auf Tonträger zu hören ist da schon etwas schwieriger. Der Abstand zum Körper schafft eine Distanz, welche die Stimme entfremdet. Das hat den Vorteil, das man sich kritischer hört. In all den Jahren höre ich aber auch diese Stimme von Aussen gerne an.“

Ein Auftritt bei einem der bekannten Liedermacherfestivals wie der „Hoyschrecke“ in Hoyerswerda – das wäre Besserts großer Traum. Aber auch in Auftritten mit Künstlern wie Sarah Hakenberg, Alex Schmeisser und Thomas Reinecke nimmt er sein Publikum gerne mit auf die Reise: „Entscheidend ist, dass das Publikum sich auf mich einlässt, zuhört und mitmacht, da ist das Alter völlig egal“. Im aktuellen Programm „Weltall-Erde-Bessert“ laden die Lieder auf eine Reise durch Raum und Zeit ein. Die Erde wird aus dem Weltall betrachtet und mit Augenzwinkern und Nachdenklichkeit in Worte und Melodien verpackt.

Auf 60 bis 70 Auftritte im Jahr können sich die Fans freuen, unter anderem das Kinderliederfestival im Oktober, welches Bessert 2008 erstmals organisierte, ein Auftritt bei den Junior Rangers im Unstrut-Hainich und die Gothaer Kulturnacht. (Livia Zimmermann)



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