Golla wird Trainer des Jenaer NBBL-Kaders

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„Warum in die Ferne schweifen, Sieh das Gute liegt so nah“. Gemäß der Devise von Johann Wolfgang von Goethe setzt Science City Jena bei der Besetzung des Trainer-Postens der NBBL-Mannschaft auf eine interne Lösung. Oliver Golla, selbst vor Jahren für die Thüringer Basketballer aktiv, wird zukünftig das U19-Team betreuen.

„Ich habe in und mit Jena sechs Jahre Regionalliga und 2.Bundesliga gespielt, zuletzt unter dem heutigen Bundestrainer Frank Menz trainiert“, sagt Golla, der sich nach seinem Studium für den Beruf des Sport- und Kunstlehrers entschieden hat, seit 2007 an der Jenaer Sportschule beschäftigt ist.

„Mit der Verpflichtung von ProA-Trainer Björn Harmsen wurde die Basis dafür geschaffen, jungen Talenten eine Perspektive vermitteln zu können, die jungen Spieler auch im Herrenbereich ankommen zu lassen. Björn war und ist am Sportgymnasium Stammgast, hat sich zudem in der Summerleague eingebracht“, sagt Golla.

„Ich freue mich, dass Oli unsere NBBL-Mannschaft ab der kommenden Saison trainiert. Er besitzt nicht nur das basketballerische Fachwissen, sondern als Lehrer natürlich auch insbesondere herausragende pädagogische Fähigkeiten“, urteilt Björn Harmsen über die Berufung von Golla.

Während sich bei dem 32-Jährigen die perfekte Symbiose aus Spezialsportlehrer am Sportgymnasium und Trainer des U19-Kaders ergibt, hofft Golla, dass sich Familie, Schule und die Nachwuchsbasketballbundesliga reibungslos und unproblematisch unter einen Hut bringen lassen. „Ich freue mich auf die Herausforderung. Natürlich handelt es sich bei dieser Doppelfunktion um einen erheblichen Mehraufwand, mehr Vor- und Nachbereitung. Die Ferien ordnen sich den in diese Zeit fallenden Spielen unter. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wir gemeinsam sportlich in der kommenden Saison ansprechenden Basketball bieten werden, nehme dabei aber auch die Spieler in die Pflicht“, sagt Golla. „Unsere Zielstellung wird der Klassenerhalt sein, wir wollen vermeiden in die Relegation zu rutschen und müssen versuchen genügend Gegner hinter uns zu lassen“, umreißt Golla das sicher nicht ganz einfache Saisonziel seines zukünftigen NBBL-Kaders.

„Die Mannschaft wird sich aus einem 20 Mann starken Kader bilden. Der bereits etablierte Daniel Mayr wird die hinzukommenden vielversprechenden Talente des letztjährigen JBBL-Jahrgangs führen müssen. Wir wollen über eine gute Fitness und physisches Spiel punkten. Wir wollen wenige Systeme sehr gut, statt zu viele Systeme nur in Ansätzen spielen. Die Mannschaft soll schnell, dynamisch agieren und möglichst frühzeitig das Saisonziel schaffen“, so Golla, der jedem Akteur Chancen einräumen wird. „Die Startaufstellung wird nicht in Stein gemeiselt sein, kein Dogma. Alle werden ihre Möglichkeit bekommen, unabhängig von der Hierarchie“.

Unterdessen beurteilt auch Sven Schaffer als Geschäftsführer des Science City Jena e.V. die Doppelfunktion von Golla äußerst positiv. „Nach eingehender Analyse der eingesandten Bewerbungen und unseren internen Kandidaten fiel die Entscheidung auf Oliver Golla. Wir sind uns sicher, damit den geeignetsten Kandidaten für die wichtige Position des NBBL-Trainers gefunden zu haben. Durch seine Tätigkeit an der Sportschule konnten wir zudem die Bereiche des Vormittags- und Teamtrainings optimal verzahnen. Für uns ein weiterer guter Schritt in die richtige Richtung“, so Schaffer.

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