58:80 Niederlage bei den Roller Bulls

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Die Rollstuhlbasketballer der Jena Caputs werden in der kommenden Saison wieder in der 2. Liga auf Korbjagd gehen müssen. Nach der 58:80 (14:15, 33:35, 49:51)-Niederlage bei den Roller Bulls aus St. Vith ist nun auch offiziell das eingetreten was alle vor der Saison schon vermutet hatten – direkter Wiederabstieg.

Das Spiel in Belgien stand dabei unter schlechten Vorzeichen. Krankheitsbedingt musste das Team von Trainer Lars Christink auf Andy Ortmann und Mathias Brühl verzichten, während Eric Zinke aus beruflichen Gründen die lange Reise in die belgischen Ardennen nicht antreten konnte. Dennoch zeigte das Team von Beginn an Moral und Kampf und schaffte es das Spiel bis zum Ende des 3. Spielabschnittes ausgeglichen zu gestalten.

Beiden Teams merkte man im Sport- und Freizeitzentrum St. Vith an, dass es um viel ging. Die Bullen wollten mit einem Sieg die Abstiegsränge verlassen, Jena wollte den letzten Strohhalm im Abstiegskampf ergreifen. Den besseren Start erwischte Jena und ging mit 6:4 (3.) in Führung, ehe der Gastgeber mit zwei Punkten in Führung ging. Doch Jena ließ sich diesmal nicht beirren und spielte konzentriert weiter. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und Jena ging in der 15. Minute durch Christian Vogt erneut in Führung (24:23). In die Halbzeitpause ging es mit 33:35.

Trainer Lars Christink, der aus der Not der fehlenden Spieler eine Tugend machte und sich selbst das Trikot überzog, sowie Daniela Heinecke aus der zweiten Mannschaft mit ins Team holte, war bis dahin zufrieden. Auch in der zweiten Halbzeit entwickelte sich im 3. Spielabschnitt ein ausgeglichenes Spiel. Zwar enteilten die Roller Bulls zu Beginn mit 41:35 etwas, doch Jeff Watson und Christina Vogt sorgten innerhalb von 3 Minuten für den erneuten Ausgleich (41:41). Zwar schaffte es Jena jetzt nicht, dran zu bleiben und geriet in Folge wieder mit 6 Punkten in Rückstand, doch kurz vor der letzten Viertelpause verkürzten Lars Christink und Rainer Müller erneut (49:51). Es sah danach aus, als ob endlich der so sehr erhoffte Saisonsieg ganz nah zum Greifen war.

Doch dann geschah das was schon so oft in dieser Saison passiert ist. Plötzlich war der rote Faden im Spiel der Caputs gerissen und man kam im letzten Spielabschnitt mit 29:8 unter die Räder. „Das war schade, dass wir nicht weiter das Niveau halten konnten. Durch unsere geringe Rotation ist uns dann die Ruhe und die Konzentration abhandengekommen.“, zieht Lars Christink ein dann doch ernüchterndes Fazit. Die Bullen aus Belgien trafen in den letzten zehn Minuten einfach sicherer und Jena machte wieder zu viele eigene Fehler und baut den Gegner dadurch auf. „Ich glaub wir brauchen uns heute nicht zu verstecken. Am Ende hat es für den ersten Sieg wieder nicht gereicht. Trotzdem waren die Bulls ein toller Gastgeber und haben am Ende den Sieg, vielleicht nicht in der Höhe, verdient.“, so Marcus Kietzer nach dem Spiel.

Nach der Niederlage können die Caputs nun noch lockerer in die restlichen Partien gehen und vielleicht gelingt ja noch ein Sieg. Die Möglichkeit dazu besteht noch in den Spiele gegen den RSV Lahn-Dill, bei den Köln 99ers und gegen die BG Baskets Hamburg. Doch jetzt wartet am Samstag mit dem aktuellen Tabellenführer und 11-fachen deutschen Meister RSV Lahn-Dill erst einmal eine harte Nuss auf den Absteiger.

Punkteverteilung Jena Caputs:
Jeff Watson (20), Christian Vogt (16), Marcus Kietzer (8), Lars Christink (6), Rainer Müller (5), Frank Oehme (3), Frank Semmler, Daniela Heinecke

Der 15. Spieltag im Überblick:
31.01.2015 | 19:00 Uhr | BG Baskets Hamburg – FCK Rolling Devils 69:60
31.01.2015 | 17:00 Uhr | Mainhatten Skywheelers – BSC Rollers Zwickau 39:62
31.01.2015 | 19:30 Uhr | Roller Bulls – Jena Caputs 80:58
31.01.2015 | 19:30 Uhr | RSV Lahn-Dill – Goldmann Dolphins Trier 68:45
31.01.2015 | 16:30 Uhr | Köln 99ers – RSB Team Thüringen 62:67

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