Wie steht es um Deutschland? Ist das Glas halbvoll oder halbleer?
Das Glas ist mehr als halbvoll, nicht nur weil ich ein positiv denkender Mensch bin. Wir haben mit 42 Mio. Menschen in Arbeit eine Rekordbeschäftigung und unsere Wirtschaft, die seit 2009 um 8 % gewachsen ist, ist gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Wir haben die geringste Jugendarbeitslosigkeit in ganz Europa und auch im Freistaat Thüringen ist die Arbeitslosigkeit mit 6,8 % so niedrig wie nie zuvor.
In 600 Zeichen: Warum sollen die Bürger gerade Sie wählen?
Ich kämpfe dafür, dass Deutschland mit unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Erfolgskurs bleibt. Als Abgeordneter möchte mich für eine starke Ostthüringer Region einsetzen und mich bodenständig, bürgernah und beständig um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger kümmern. Beruflich kann ich eine Steckdose einbauen, eine Lok fahren und eine Verwaltung leiten. Auch als ehrenamtlicher Bürgermeister habe ich eine gute Arbeit gemacht und mir vertrauen die Einwohner/innen. Mit voller Energie will ich gemeinsam mit den Menschen viel für unsere Region erreichen, weshalb mir der Dialog wichtig ist.
Welche Bitte eines Bürgers im Wahlkampf hat Sie bisher am meisten bewegt?
Die Bitte bei der Arbeitssuche helfen zu können, was mir auch gelungen ist.
Welche Entscheidung des Deutschen Bundestages der letzten Legislatur hatte aus Ihrer Sicht die größte Auswirkung auf Deutschland – im positiven oder negativen Sinn?
Die Verabschiedung des Bundeshaushaltes für das Jahr 2013, mit dem – drei Jahre früher als grundgesetzlich vorgeschrieben – die Schuldenbremse einhalten hat. Wie im Privathaushalt sollte nur so viel Geld ausgeben werden, wie man vorher eingenommen hat, weshalb die Konsolidierungspolitik gerade auch für kommende Generationen positive Auswirkungen hat.
Eine Kaninchenschau mit 20 Anwesenden oder eine Gesprächsrunde zur Bankenregulierung mit zehn Gästen – was macht Ihnen mehr Spaß?
Es kommt immer auf die Gesprächspartner an, aber eine Kaninchenschau macht mehr Spaß. Nicht nur weil ich Tierliebhaber bin, sondern auch großen Respekt vor dem Engagement der Züchter habe, die solche Veranstaltung ehrenamtlich organisieren. Dieses Vereinsleben möchte ich unterstützen.
„Butter bei die Fische“: Der schönste Fleck im Wahlkreis ist…?
Der Wahlkreis hat viele schöne Flecken, aber von der Leuchtenburg die Weiten Thüringens zu sehen und mit meiner Familie an der Saale zu spazieren, davon kann ich nur schwärmen.
Versprecher oder Versprechen? Was passiert Ihnen häufiger?
Versprecher, niemand ist unfehlbar. Wer aber Versprechungen macht, die nicht einhaltbar sind, der ist unredlich.
Vorausgesetzt, Sie ziehen in den Bundestag ein: Welche Punkte aus Ihrem Wahlprogramm haben Sie am Ende der Wahlperiode definitiv abgearbeitet?
Ich möchte möglichst alle Punkte abarbeiten, aber kann keine definitive Aussage treffen, ob sie sich eins zu eins umsetzen lassen, was auch vom Wahlergebnis und dem Koalitionspartner abhängt. Als Bürgermeister ist mir bewusst, dass man viele Vorhaben nicht alleine bewältigen kann, Mitstreiter finden und kompromissbereit sein muss. Ich werde unentwegt für gleiche Renten in Ost und West, die Schaffung neuer Arbeitsplätze und Verbesserungen im Bildungssystem kämpfen. Davon bin ich fest überzeugt.
Angenommen, Sie stehen im nächsten Bundestag vor einer echten Gewissensfrage: Welches Buch hilft Ihnen auf die Sprünge?
Bis auf die Bibel fällt mir da kein Buch ein.
Wenn Sie Edward Snowden, den Enthüller des US-Abhörskandals, von Angesicht zu Angesicht etwas fragen könnten: Welche Frage würden Sie stellen?
Wie er mit der Angst um sein Leben umgeht.
Welche (hier nicht genannte) Frage bringt Sie eigentlich ins Schwitzen?
Die Frage zu Hause, warum ich mich manchmal vor dem Abwasch drücke. Als Kind habe ich schon nicht gern abgespült. Gut, dass es heute eine elektrische „Minna“ gibt.























