Alte Tonkunst immer wieder neu beleben

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Mit Musik die eigenen Empfindungen ausdrücken und das Gemüt des Publikums anrühren, sind zwei Parallelen im musikalischen Schaffen von Johannes Brahms und Ludwig van Beethoven. Aufgabe und Selbstverständnis eines Sinfonieorchesters wie der Thüringen Philharmonie Gotha ist es, diese Tonkunst mit jedem Konzert aufs Neue zu beleben und wirken zu lassen.

Zum Auftakt der neuen Konzertsaison am Donnerstag, 4. September 2014, spielt die Thüringen Philharmonie Gotha unter der Leitung von Chefdirigent Michel Tilkin Brahms Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur und Beethovens Sinfonie Nr. 5 c-Moll und verspricht damit den Anfang einer Reihe bewegender Begegnungen mit in Musik verpackten Lebenswelten.

Wie die meisten seiner Kompositionen entstand Brahms zweites Klavierkonzert in langer Gedankenarbeit über mehrere Jahre hinweg und wurde zum größten Teil erst im Sommer 1881 zu Papier gebracht. Den Misserfolg seines ersten Klavierkonzerts noch deutlich in der Erinnerung, wagte er es dennoch die Hörgewohnheiten des Publikums zu durchkreuzen. Im Klavierkonzert Nr. 2 dominieren die Musik und der Dialog zwischen Orchester und Solisten anstelle technischer Raffinessen zur Prüfung bzw. zum Beweis virtuoser Spielkunst. Spielkunst im Sinne hoher Musikalität ist umso mehr vom Solisten gefragt, die im Konzert mit der Thüringen Philharmonie Gotha von der brasilianischen Pianistin Christina Ortiz mitgebracht wird. Sie blickt auf eine langjährige, internationale Karriere zurück, in der Sie die großen Orchester der Welt im Konzert vom Klavier aus leitete, als auch mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy und Mariss Jansons zusammen arbeitete.

Einen geradezu revolutionären Wandel auf sinfonischem Gebiet bewirkte zu Zeiten der Wiener Klassik Beethoven, in dem er seinen Sinfonien ein mehr oder weniger konkretes inhaltliches Programm zugrunde legte. Eine heute weit verbreitete Deutung zu seiner 1807/1808 vollendeten fünften Sinfonie ist die des „anklopfenden Schicksals“ mit Bezug zu seinem unheilbaren Gehörleiden. Für Zeitgenossen dürften dagegen die Anklänge an französische Revolutionsgesänge unüberhörbar gewesen sein.

Konzertbeginn im Kulturhaus Gotha ist um 20 Uhr. Karten für das Konzert A1 mit dem Titel „Erzählen will ich“ sind (ab 13,00 € / 10,40 € ermäßigt) erhältlich in der Tourist-Information in Gotha (Hauptmarkt 33, 99867 Gotha, Tel.: 03621-50 78 57 12), online unter www.proticket.de sowie an der Abendkasse.

 

Programmübersicht

A1 „Erzählen will ich“

Donnerstag, 4. September 2014, 20 Uhr | Kulturhaus Gotha

Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

 

Solistin: Cristina Ortiz, Klavier

Leitung: Michel Tilkin

The Londoner - Gotha