Auszeichnung „Schule mit Herz 2015“ wurde verliehen

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Die Grundschule Goldbach darf sich ab sofort als „Schule mit Herz“ bezeichnen. Die Auszeichnung vergibt das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz an jene Bildungseinrichtungen, deren Schülerinnen und Schüler sich in besonderem Maße für die Einrichtung und damit für Kinder mit einer lebensverkürzenden Krankheit einsetzen.

Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Goldbach organisierten gemeinsam mit den Lehrkräften eine Weihnachtsgala in der Nessetalhalle mit Liedern, Gedichten und Tänzen. So präsentierte jede Klassenstufe ein eigenes Programm, in welchem dargestellt wurde, warum wir Weihnachten feiern. Während der großen Gala baten die Schülerinnen und Schüler um eine Spende und so konnten bereits im Januar 652,65 Euro übergeben werden. „Ich bin sehr stolz auf unsere Schützlinge!“, sagte Lehrerin Daniela Tennstedt, die sich sichtlich über den nun überreichten Titel freute. „Für uns als Kinder- und Jugendhospiz ist es immer wieder wunderbar zu sehen, wie sich Kinder für Kinder einsetzen. Das macht unsere Arbeit für uns alle auch so besonders. Leider sind wir auf zahlreiche Spenden angewiesen, um unser Hilfsangebot aufrechterhalten zu können. Daher möchte ich mich von Herzen für die Tolle Aktion und die wunderbare Spende bedanken.“, zeigte sich Lutz Schulz, ehrenamtliches Vereinsmitglied des Kinderhospizes, beeindruckt.

Hintergrundinformationen:

Die Thüringer Landesschülervertretung (LSV) , die Thüringer Landeselternvertretung (LEV) und der Thüringer Lehrerverband (tlv) riefen gemeinsam unter dem Motto „Gemeinsam stark für das Kinderhospiz!“ alle Schülerinnen und Schüler des Freistaates Thüringen auf, in der vergangenen Vorweihnachtszeit, Spendenaktionen zugunsten des gemeinnützigen Trägervereins für das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz, zu starten.

 

Über 75.000 Euro Spenden kamen insgesamt aus diesem Aufruf für die gute Sache zusammen.

 

„Für uns als Vertreter der Schülerinnen und Schüler in Thüringen war es damals eine schnell beschlossene Sache, hier zu helfen. Bereits vor mehreren Jahren waren wir sehr erfolgreich für das Kinderhospiz aktiv. Daran wollten wir anknüpfen. Uns haben zwei Dinge überzeugt wieder mitzumachen. Zum einen, dass jede Familie von diesem schlimmen, kaum fassbaren Schicksal betroffen sein könnte. Zum anderen, dass hier wieder gemeinschaftlich mit Schülern, Eltern und Lehrern in Thüringen ein Projekt unterstützt wurde, mit dem sich alle identifizieren konnten. Auch kann man beim Kinderhospiz direkt verfolgen, was mit den gesammelten Spenden passiert, wo und wie sie eingesetzt werden. Wir stehen an der Seite der todkranken Kinder und deren Familien aus der gesamten Bundesrepublik.“, so Maximilian Reichel-Schindler, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Thüringer Landesschülervertretung (LSV). Ebenso freute sich der ehrenamtliche Landeselternsprecher der  Thüringer Landeselternvertretung (LEV), Roul Rommeiß, über die Benefizaktion: „Mit jeder Benefizaktion die veranstaltet wurde halfen wir nicht nur direkt und konkret dort wo Hilfe dringend gebraucht wird. Durch das nachhaltige Zusammenspiel zwischen Schülern, Lehrern und Eltern, die gemeinsam Spendenaktionen initiierten und umsetzen wurde natürlich auch die soziale Kompetenz der Schüler und die Kommunikation untereinander gestärkt. Darüber hinaus wurden all jene Sozialkompetenzen gefördert, die den Schülern im Sozialkunde- und Ehtik-Unterricht vermittelt werden und dies an einem praktischen und transparenten Beispiel. Also rund um eine tolle Sache, die wir von Herzen gern unterstützten.“

 

„Für den Landesvorstand des Thüringer Lehrerverbandes stand sofort fest, dass wir das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz bei dieser wunderbaren Aktion unterstützen wollen. Kinder liegen uns sehr am Herzen. Dass sich nun wieder viele Kinder und Jugendliche für schwer kranke Kinder stark gemacht haben, ist umso schöner. Und nicht nur das: es ist vielmehr ein thüringer Projekt womit sich Schüler, Eltern und Lehrern identifizieren können. Aus diesem Grund sind wir auch ein langjähriger Partner an der Seite der schwerkranken Kinder im Kinder- und Jugendhospiz in Tambach-Dietharz und werden dies auch zukünfig sein.“, sagte Rolf Busch, Landesvorsitzender des Thüringer Lehrerverbands.

 

Dass die Hilfsaktion der Thüringer Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft etwas ganz Besonderes für seinen Verein war, stellte dessen ehrenamtlicher Gründungsvorsitzender Klaus-Dieter Heber klar: „Wir sind stolz auf jede Spendenaktion, die ins Leben gerufen wurde, obgleich durch eine Schule, Klasse, Lehrer oder auch aktive Eltern. Jedes einzelne Tun für die gute Sache zählt. Wir haben viele fantastische Spendenaktionen für uns miterleben dürfen. Darauf sind wir sehr stolz. Wenn Kinder etwas für Kinder tun, ist das für uns etwas ganz besonderes und verdient höchste Anerkennung.“

 

So wird jede teilnehmende Schulklasse oder Schule mit dem Titel „ SCHULE MIT HERZ 2015“ offiziell ausgezeichnet.

 

Über 40.000 Kinder- und Jugendliche sind in Deutschland von einer tödlichen, lebenslimitierenden Krankheit betroffen. Das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gibt den betroffenen Familien die Möglichkeit, bis zu 28 Tage im Jahr hier zusammen einzuziehen. Das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept bietet nicht nur die liebevolle und optimale Pflege für das schwer kranke Kind, vielmehr ist es eine umfassende Familienhilfe. Die Entlastungsaufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, schaffen neue Kraft bei den betroffenen Eltern für die oftmals sehr aufwendige 24-Stunden-Pflege des kranken Kindes und fördern auch die gesunden Geschwisterkinder. Über 30 fest angestellte Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer arbeiten aktuell dort. Der gemeinnützige Trägerverein ist dauerhaft zu einem Höchstmaß auf Spenden angewiesen, um sein wichtiges Hilfsangebot aufrechterhalten zu können. Mehr als 850.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen, da die derzeitige Finanzierung durch die Krankenkassen hierzu nicht ausreicht. Über 575 betroffene Familien aus dem gesamten Bundesgebiet nutzten seit der Einweihung des Kinder- und Jugendhospizes im November 2011 das stationäre Hilfsangebot des Trägervereins. 6.000.000 Euro wurden seit dem Jahr 2008 in den Kauf und den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Thüringer Fernwasserversorgung in Tambach-Dietharz im Thüringer Wald zum Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland investiert. 92 Prozent dieser Investitionssumme wurden durch Spenden von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und Unternehmen und nichtstaatlichen Zuwendungen durch Stiftungen aufgebracht. Dank dieser Hilfe entstand ein buchstäblich zweites Zuhause für diese betroffenen Familien – fernab von jeder Krankenhausatmosphäre.  Betrieben wird das stationäre Kinderhospiz von einem gemeinnützigen Trägerverein. Ein sechsköpfiger ehrenamtlicher Vorstand leitet die Geschicke bereits seit dem Jahr 2005 und hat so in den vergangenen zehn Jahren Ostdeutschlands größtes ehrenamtlich organisiertes Sozialprojekt initiiert. Der Gründer, Initiator und bis heute ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Heber wurde im Jahr 2015 mit dem „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet. Im Jahr 2016 plant der Trägerverein den dringend erforderlichen Ausbau des Kinder-und Jugendhospizes, da die Nachfrage steigt. So sollen in einem noch unsanierten Nebengebäude neue Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Holzwerkstatt entstehen. Hierfür werden zusätzliche 750.000 Euro Investitionskosten benötigt. Leider stehen hierfür derzeit keine staatlichen Förderungen zur Verfügung. Informationen unter www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de oder www.facebook.com/kinderhospiz.Spendenkonto – IBAN: DE64860205000003566900, BIC: BFSWDE33LPZ, Bank für Sozialwirtschaft.

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