Bald ein ElDorado für Touristen?

0
1062

Die Gemeinde Tabarz hat noch im Jahr 2010 den kleinen viereckigen Fernmeldeturm direkt hinter der Jugendherberge für 3.000,00 € von der Telekomverwertungsgesellschaft mbH in Leipzig erworben. Dazu schreibt der Tabarzer Bürgermeister Matthias Klemm in einer Pressemitteilung folgendes:

„Die Gemeinde Tabarz plant, gemeinsam mit den Mitgliedskommunen der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Rund um den Inselsberg“ (KAG Inselsberg) aufgrund des gemeinsam erarbeiteten Projektes „365 Tage Bergerlebnis Inselsberg“ diesen Turm ab dem Jahr 2012 zu sanieren, um dort touristische Angebote der Region zu präsentieren, öffentliche Toiletten zu errichten, ein Lese-Kaffee mit Getränkeautomaten anzubieten sowie eine Aussichtsplattform zu errichten und einen Fahrstuhl an das Gebäude anzubauen. Des Weiteren soll der Turm für die Ausleihe von Sportgeräten im Sommer wie im Winter genutzt werden. Die Sanierungskosten liegen nach einer Grobschätzung bei rund 500.000,00 €.

Neben dem Erwerb und der Sanierung des Fernmeldeturmes sollen langfristig auch das Plateau des Großen Inselsberges attraktiver gestaltet, die Angebote am Skihang verbessert und Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden (6 Mio. € Investitionsvolumen geplant). Das Gesamtprojekt wurde von der KAG Inselsberg erarbeitet und dem Wirtschaftsministerium zur Vorabprüfung vorgelegt. Im Rahmen der Gespräche mit dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie wurde der KAG Inselsberg eine Förderung von bis zu 90 % in Aussicht gestellt, da unser Projekt auf der Basis der vom Land Thüringen beauftragten Wintersportstudie erstellt wurde und eine Nutzung des Großen Inselsberges mit einer Gewichtung von 30 % Winternutzung und 70 % Sommernutzung gewünscht wird.

Die Eigenanteile für die Investitionsmaßnahmen sollen von allen Mitgliedskommunen der KAG nach einem Einwohner- und Bettenschlüssel über mehrere Jahresscheiben aufgebracht werden. Sobald dies gewährleistet ist, wird das Projekt konkrete Formen annehmen. Parallel dazu stehen wir in Verhandlungen mit der Tochtergesellschaft des Regionalverbundes Thüringer Wald, der Gemeinnützigen Infrastrukturgesellschaft Rennsteig GmbH, die im Rahmen des Rennsteigprojektes bereits 90 % Fördermittel genehmigt bekommen hat und Teile des Turms sanieren will. Es handelt sich hier insbesondere um die Schaffung der Aussichtsplattform, dem Anbau des Fahrstuhls und die Schaffung von öffentlichen Toiletten. Der sich bei dieser Maßnahme ergebende Eigenanteil der Fördermaßnahme wird ggf. vom Landkreis Gotha getragen.“

Publiziert: 17. März 2011, 19.58 Uhr