Bund stellt Sanitäts-Gerätewagen für 163.000 Euro bereit

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Die Flotte der Katastrophenschutzfahrzeuge des Landkreises Gotha erhält kurz vor Weihnachten noch einen Neuzugang: Der Bund stellt einen so genannten Gerätewagen Sanität im Wert von 163.000 Euro zur Verfügung. Das Fahrzeug wird im Ernstfall von sechs Helferinnen und Helfern des DRK Kreisverbands Gotha in den Einsatz geführt und hat alles an Bord, um einen Behandlungsplatz für die Erst- und teilweise auch Weiterversorgung einer größeren Anzahl von Schwerverletzten einzurichten. Neben einem großen Behand­lungszelt und einem Stromaggregat sind Beatmungsgeräte, Defibrillatoren, Medikamente, Infusionen, Kleinmaterial wie Spritzen, Kanüle und Verbände sowie Tragen, Matratzen und Rettungsbretter in dem MAN-Zehntonner verladen.

„Der neue Gerätewagen bringt natürlich eine deutliche technische Aufwertung für unsere Katastrophenflotte mit sich“, freut sich Landrat Konrad Gießmann über die Zuweisung aus Berlin. Allerdings, so fügt er an, könne die beste Technik nur in den Einsatz gebracht werden durch engagiertes Personal. „Deswegen ist mir an dieser Stelle auch wichtig, den Fokus auf die Helferinnen und Helfer des DRK Kreisverbands zu richten und ihnen für ihre ehrenamtliche Unterstützung einen großen Dank auszusprechen.“

„Ich freue mich mit dem DRK Kreisverband Gotha über den neuen Sanitäts-Gerätewagen. Indem der Bund moderne Fahrzeuge bereitstellt, unterstützt er den Katastrophenschutz der Länder und leistet auch einen wichtigen Beitrag dazu, dass den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vor Ort eine gute Ausstattung zur Verfügung steht“, ergänzt der heimische Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski.

Der neue Gerätewagen ist das elfte Fahrzeug in der Flotte, die vom Landkreis Gotha für den Ernstfall vorgehalten wird. Für die Helferinnen und Helfer beginnt damit zunächst erst einmal die Ausbildungsphase, um sich mit dem neuen Wagen vertraut zu machen. Ganz ohne doppelte Funktion stellt der Bund den Lkw allerdings nicht zur Verfügung: Auf Anforderung Berlins würde der MAN auch dann in den Einsatz rollen, wenn das Groß­schadensereignis nicht im Landkreis Gotha stattfindet. Der Wagen ist Teil der so genannten Medizinischen Task Force, die der Bund für überregionale und auch länderübergreifende Schadens­ereignisse vorsieht. Dafür werden Fahrzeuge unterschiedlicher Ausstattung und Besatzung zusammen gezogen, um eigenständig einen medizinischen Einsatz zu leiten und durchzuführen. Denkbare Szenarien hierfür sind die Einrichtung von Behandlungsplätzen, Dekontaminationsstellen oder Unfallhilfestellen.

Bereits in der Vergangenheit hat der Landkreis Gotha Fahrzeuge vom Bund mit einer Doppelfunktion für Zivil- und Katastrophenschutz erhalten. 2009 und 2010 etwa wurden zwei Krankentransportwagen im Wert von zusammen ebenfalls rund 160.000 Euro bereitgestellt.

Hintergrund der dezentralen Stationierung verschiedener Fahrzeuge ist die 2002 zwischen Bund und Ländern vereinbarte „Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland“. Sie beinhaltet eine am konkreten Bedarf orientierte Vorhaltung und Verteilung der Ressour­cen. Damit will der Bund insbesondere bei Gefahrenlagen wie Anschlägen flexibler reagieren können.

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