Die Damen des VC Gotha gewannen überraschend gegen den bisherigen Tabelledritten der Thüringenliga Schmalkalder VV mit 3:1. Im zweiten Spiel des Tages unterlag man Spitzenreiter SWE Volley Team Erfurt III mit 0:3.
Am Sonnabend empfingen die Frauen des VC Gotha zu ihren letzten beiden Heimspielen dieses Jahres den Spitzenreiter SWE Volley-Team III und die Frauen des Schmalkalder Volleyballvereins. Gegen beide Teams waren die Gothaerinnen, als Aufsteiger und nach der Hinrunde auf dem 9. Platz stehend, krasse Außenseiter.
Das bestätigte sich im ersten Spiel gegen die Erfurterinnen, die zeigten, dass sie zu den heißesten Titelanwärtern zählen und die VC- Damen momentan gegen solch einen Gegner wenig entgegensetzen können. Gegen die Erfurterinnen, gespickt mit Spielerinnen, die alle schon in höheren Spielklassen Erfahrungen sammeln konnten, hatten die Gothaerinnen in den ersten beiden Abschnitten kaum eine Chance. In jeweils 18 Minuten verlor man klar mit 17:25 und 10:25.
Im 3. Satz sah man aber, dass die Mädels um Franziska Herold, die wieder als Kapitän eine gute Führungsrolle spielte, durchaus auch mit den besten Teams der Thüringenliga mithalten können. Durch harte Aufschläge und ein immer erfolgreicher werdendes Angriffsspiel, hielt man den Satz lange offen. Nach 25 Minuten gewann SWE dennoch mit 25:21 den Satz und souverän mit 3:0 auch das Spiel.
Im zweiten Spiel traf man auf die Frauen des Schmalkalder Volleyballvereins, bei dem man im Hinspiel mit 1:3 verloren hatte. Eigentlich wollte man an diesem Spieltag mit 7 Spielerinnen auf die Besetzung des Liberopostens verzichten, da Katharina Bühring aus beruflichen Gründen fehlte und man als Gastgeber zwei Spiele zu bestreiten hatte. Aber Trainer Matthias Braune holte kurz vor Spielbeginn Kapitän Franziska Herold und Maria Rohmann zu sich. Da im ersten Spiel die Annahme häufig größere Probleme, entschied man sich, doch mit Libero zu spielen und damit Annahme und Abwehr zu verstärken.
Die Rechnung sollte aufgehen. Im ersten Satz war bis zum 17:17 alles offen und man führte zwischenzeitlich sogar mit 21:19. Doch durch Unaufmerksamkeit in der Abwehr und Aufschlagfehler musste man am Ende den Satz mit 23:25 an die Schmalkalderinnen abgeben.
Nun aber kam der große Auftritt des VC Gotha und besonders der von Denise Feierabend auf der Außenposition. Wie erhofft stabilisierte Libero Maria Rohmann die Abwehr und Annahme erheblich und Zuspielerin Julia Meyer konnte immer präziser über Mitte servieren. Janett Ollarius und Franziska Mallien nutzten dies rigoros aus und überwanden den gegnerischen Block auf der Mittelposition immer häufiger. Auch gegen die variablen Angriffe von Denise Feierabend auf der Position 4 fanden die Schmalkalderinnen an diesem Tag keine Mittel. Ob harte Linien- und Diagonalschläge, alle Angriffe fanden jetzt ihr Ziel und brachten den direkten Punkt. Den 2. und 3. Abschnitt gewannen die Gothaerinnen jeweils mit 25:22.
Am Ende des 3. Satzes kam es beim Stand von 22.21 für Gotha zum entscheidenden Knackpunkt im Schmalkalder Spiel. Über Mitte spielte Julia Meyer auf eigener Hälfte zu, doch der gegnerische Block behinderte das Passspiel und berührte den Ball. Völlig korrekt pfiff der 1. Schiedsrichter ab, da das Zuspiel unterbrochen wurde. Auf Schmalkalder Seite wollte man das nicht wahrhaben und Trainer sowie Kapitän diskutierten die Entscheidung lautstark. Auch Gothas Trainer Braune mischte genauso laut im Gespräch mit dem gegnerischen Couch mit. Der Punkt blieb aber bei Gotha und der VC gewann den Satz.
Im 4. Satz waren die Schmalkalderinnen dadurch so von der Rolle, dass die VC- Damen leichtes Spiel hatten und den Satz mit 25:14 klar für sich behaupteten. „Das war das beste Spiel meiner Mannschaft in dieser Saison und wir können stolz in die Winterpause gehen. Heute hat alles perfekt funktioniert und alle Spielerinnen überzeugt“, so ein zufriedener Trainer Braune im Anschluss.
VC Gotha spielte mit Maria Rohmann, Franziska Herold, Denise Feierabend, Julia Meyer, Franziska Mallien, Anna Hennicke und Janett Ollarius





















