Wenn es in der 2. Bundesliga ProB eine Mannschaft gibt, die den Oettinger Rockets Gotha besonders gut liegt, dann sind das die Gießen Pointers. Insgesamt dreimal standen sich beide Teams bis dato in einem Punktspiel gegenüber, dreimal behielten die Thüringer die Oberhand: zuletzt in der Hinrunde mit 100:63.
Aber nicht nur die bisherige Bilanz spricht vor dem Wiedersehen am drittletzten Spieltag der Hauptrunde (am heutigen Samstag / Tip-Off: 19 Uhr) für die Rockets, sondern auch das Tabellenbild: Gotha ist Spitzenreiter, Gießen Schlusslicht. Klarer waren die Rollen in der Ernestiner-Sporthalle selten verteilt.
„Uns ist natürlich bewusst, dass wir als haushoher Favorit in dieses Spiel gehen – ein Sieg ist Pflicht“, sagt Rockets-Coach Marko Simic. Dennoch werde sein Team die Begegnung keineswegs auf die leichte Schulter nehmen. Im Gegenteil: Auch auf die Pointers haben sich die Rockets akribisch vorbereitet. Schließlich geht es um die Verteidigung der Tabellenführung und somit um die bestmögliche Ausgangsposition für die Aufstiegsrunde, die für die Gothaer – so viel steht bereits fest – am ersten März-Samstag mit einem Heimspiel beginnt.
Für Gießen liegen die Playoffs längst außer Reichweite. Die Mannschaft von Pointers-Trainer Dejan Kostic konnte ihrem Namen in dieser Serie nicht allzu oft gerecht werden – bis dato hat sie lediglich zwei Siege eingefahren (beide übrigens auswärts). Zuletzt gab es 15 Niederlagen in Folge. Die Abstiegsrunde ist unumgänglich. Das heißt vor der Samstag-Partie aber auch: Die Hessen haben in der Hauptrunde nichts mehr zu verlieren.
Derweil müssen die Rockets aller Voraussicht nach erneut ohne Albert Kuppe antreten – Tim Unterluggauer wird definitiv fehlen. Der 19-jährige Youngster, den gelegentlich Herzrhythmusstörungen plagen, musste sich kürzlich einer Operation unterziehen und fällt deshalb mindestens vier Wochen aus – sprich: Die Saison ist für ihn beendet.





















