Innerhalb der aktuellen Sonderausstellung „Margret Eicher. Once Upon a
Time in Mass Media“ im Angermuseum Erfurt werden historische
Tapisserien präsentiert. Die umgangssprachlich „Bildteppiche“ bzw.
„Gobelins“ genannten Kostbarkeiten aus dem 16. und 17. Jahrhundert
ermöglichen einen direkten Vergleich mit den zeitgenössischen Tapisserien
von Margret Eicher.
Wie entstanden die bald 500 Jahre alten Arbeiten? Wozu dienten sie und
wie wurden sie imitiert? Diesen und vielen anderen Fragen spürt Diplom-
Restauratorin Antje Hirschberger in ihrem Vortrag am Dienstag, dem 13.
Mai, 18 Uhr im Angermuseum Erfurt, dem Kunstmuseum der
Landeshauptstadt, nach.
Die Restauratorin für historische Objekte aus Textilien und Leder
beleuchtet die Bedeutung, die Herstellung und die Stilrichtung zweier
textiler Techniken: des Bildwirkens und Bildstickens. Sie stellt
Ausstattungstextilien vor, die für Möbel und Gebrauchsgegenstände
verwendet wurden. Außerdem werden die Besucher dazu eingeladen,
anhand kleiner Muster die Techniken selbst auszuprobieren und zu erleben.
Abbildung:
Die Bekehrung des Saulus (Fragment ohne Bordüren), Nr. 2 der
Tapisserieserie mit Szenen aus dem Leben des Apostels Paulus, flämisch,
1559, Leinen, Wolle, 300 x 386 cm
Leihgabe Schlossmuseum Arnstadt, Foto: Thomas Wolf, Gotha























