Filmaufführung von „Freistatt“ in der EAH Jena

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Eine Freistatt ist ein Synonym für einen sicheren und geschützten Ort, für eine Zuflucht. Wie zynisch der Begriff sein kann, zeigt der gleichnamige Film, der am 14. Oktober, um 16.30 Uhr, in der Aula der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena gezeigt wird.

„Freistatt“ erzählt über die „schwarze Pädagogik“ in den Erziehungsanstalten der der 50er und 60er Jahre am Beispiel der Diakonie Freistatt  in  Niedersachsen. Dort wurden die Erziehungsmethoden des 19. Jahrhunderts noch ungestraft angewendet. Der Film basiert auf persönlichen Erlebnissen von Wolfgang Rosenkötter, der unter anderem folgendes schrieb:
„Ich war als Heimkind in den 60er Jahren in der Diakonie Freistatt und habe physische und psychische Gewalt und Entpersönlichung erfahren, die mein Leben stark geprägt haben. Meine Geschichte habe ich – wie tausende anderer ehemaliger Heimkinder – bis zum Jahre 2005 verdrängt. Dann erschien das Buch ‚Schläge im Namen des Herrn‘ von Peter Wensierski, in dem erstmals ‚unsere‘ Geschichte recherchiert und glaubwürdig dargestellt wurde…“

Seit 2007 berichtet Wolfgang Rosenkötter als Zeitzeuge von der „Schwarzen Pädagogik“ in Heimen und Erziehungsanstalten. Der Film „Freistatt“ wurde im Januar 2015 im Rahmen des Max-Ophüls-Festivals uraufgeführt und erhielt bei dem Festival den Publikumspreis, den Preis der Jugendjury sowie der Ökumenischen Jury.
Rosenkötter wird am 14. Oktober an der Filmvorführung in der EAH Jena mit anschließender Diskussion teilnehmen. Der Eintritt ist frei.

Um eine Anmeldung wird gebeten:
http://www.sw.eah-jena.de/aktuelles/veranstaltungen/filmvorfuehrung-freistatt/
oder Tel.: 03641 – 205 800, Julia Marggraf, Fachbereich Sozialwesen

„Freistatt“, Film mit anschließender Diskussion
14.10.2015
16.30 Uhr
EAH Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, Haus 4, EG, Aula
Der Eintritt ist frei
Anmeldung: http://www.sw.eah-jena.de/aktuelles/veranstaltungen/filmvorfuehrung-freistatt/
oder  Tel.: 03641 – 205 800

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