FSV Männer erkämpfen sich Vizelandesmeistertitel im Judo

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Spannung bis zum letzten Kampf bei den Judo Mannschaftsmeisterschaften in Friedrichroda. Erst in der letzten Gewichtsklasse über 100 kg brachte ein Sieg von Awetis Alawerdian den entscheidenden Punkt für die Gothaer Männer vom FSV 1950.

Bis dahin punkteten beide Mannschaften im Wechsel bis zum Stand von 3:3. Im Judokrimi gegen die Mediziner bedeutete der Sieg im direkten Vergleich letztendlich den Vizelandesmeistertitel. Beim vierten Punkt für die Mannschaft vom FSV 1950 war der Jubel bei den Fans und im Team natürlich riesengroß. Eine Medaille hatte man angestrebt, dass es aber am Ende gegen die sehr starke Konkurrenz zu Silber reicht hatten viele und vor allem die Gegner nicht auf der Rechnung.

Zuvor hatten die Gothaer Männer unter dem Motto „No other chance – we must win!“ den PSV Erfurt mit 4:3 und den in der Regionalliga auf dem 4. Platz stehenden TuS Jena mit 5:1 in die Schranken verwiesen. Lediglich beim Top Favoriten KODOKAN Erfurt schwächelte man kurzzeitig und holte sich eine 0:7 Klatsche gegen den Regionalligisten ab.

Der Erfolg ist am Ende der geschlossen Mannschaftsleistung geschuldet. Jeder einzelne Kämpfer hatte im Verlauf des Turniers für eine wichtige Entscheidung gesorgt. Tom Oschmann zum Beispiel, der bis wenige Minuten vor Wiegeschluss noch schwitze, um sein Gewichtslimit von 60 kg zu erreichen, startete mit einem blitzschnellen Tai-otoshi in den Wettkampf und gab der Mannschaft somit eine Steilvorlage für die nächsten Kämpfe.

Auch die Jungen wie Peter Krombholz (-90 kg) und Alexander Geworkian (-73 kg) holten wichtige Punkte gegen Gegner denen sie bisher unterlagen. Die „Alten Hasen“, wie Matthias Born (-100 kg, Gaststarter vom JSC Saalfeld) und Coach Tobias Tejkl (-66 kg), gaben die nötig Sicherheit. Michail Alawerdian (-81 kg) brachte mit einem sehenswerten Uchi-mata letztendlich unseren 8. Mann, die Gothaer Fans ins Spiel.

Erfolgreich waren auch die Mädchen vom FSV 1950 in der U14, sie belegten den 3. Platz. Mit einer unbesetzten Gewichtsklasse und einem verletzungsbedingten Ausfall gleich in der ersten Partie, lief man der Konkurrenz etwas hinterher. So musste sich die Gothaer Mädels der Kampfgemeinschaft Mattenteufel/PSV Erfurt 2:4 und dem TuS Jena 1:7 geschlagen geben. Die Gothaer U14 Jungs kamen mit Niederlagen gegen Eisenach (1:7), Weimar (1:7) und der KG TuS Jena/Schwarza (2:5) nicht so richtig in Schwung.

Mit einer extrem jungen und unerfahrenen Mannschaft war es gegen die starken gegnerischen Mannschaften aber auch äußerst schwer zu punkten. Manchmal braucht Erfolg eben etwas Anlauf. Erfahrungen konnten die Gothaer Kämpfer, die durch die befreundete SSG Wechmar verstärkt wurden dieses Mal ausreichend sammeln. Wie schon in den vergangenen Jahren richtete der FSV 1950 Gotha dank seiner vielen fleißigen Helfer erneut ein gut organisiertes Turnier aus. Zu wünschen wäre ein stärkeres Teilnehmerfeld im weiblichen Bereich, vielleicht im nächsten Jahr auch mit einer Gothaer Frauenmannschaft. (TT)

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