Gießmann: Künftige Finanzierung funktioniert nur wie bisher weiter!

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Dder Trägerverein der Thüringen Philharmonie Gotha hat heute gemeinsam mit dem Gothaer Landrat Konrad Gießmann in einer Pressekonferenz klargestellt, dass die künftige Finanzierung des Orchesters ab 01.01.2013 nur  funktionieren kann, wenn das bisherige Fördermodell mit den drei Zuwendungsgebern Stadt und Landkreis Gotha sowie Freistaat Thüringen in bisheriger Form erhalten bleibt.

Das Land hat zuvor für die Fortsetzung der Förderung als Bedingung formuliert, dass die Musiker nach Flächentarifvertrag bezahlt werden müssten. Abgesehen von der Einmischung in die Tarifautonomie und der Tatsache, dass das gleiche Ministerium vor einigen Jahren selbst die Einführung eines bis heute geltenden Haustarifvertrags gefordert hat, um Kostensteigerungen zu begegnen, würde diese Forderung einen finanziellen Mehrbedarf von rund 500.000 Euro jährlich bedeuten. Diesen Zuwachs sollen allerdings allein die kommunalen Zuwendungsgeber – also Stadt und Landkreis Gotha – tragen. Das Land selbst wolle bestenfalls beim vereinbarten Betrag bleiben.

Im Überblick – die bisherige Finanzierung durch Zuwendungsgeber:

Landkreis Gotha: ca. 1 Mio €
Stadt Gotha: 500.000 €
Land Thüringen 800.000 €

Summe: 2,3 Mio.

Der Gesamtetat des Orchesters betrgät  3,2 Mio. Euro

Die Differenz sind eigene Einspielergebnisse der Philharmonie, zu denen auch 350.000 Euro aus einer Kooperation mit dem Theater in Erfurt zählen.

Der Landkreis Gotha will trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen bei seinem jetzigen Finanzierungsanteil von gut einer Million Euro bleiben. Eine entsprechende Beschlussvorlage kündigt Landrat Konrad Gießmann für die nächste Kreistagssitzung am 8. Juni an.

Publiziert: 11. Mai 2011, 20.35 Uhr