Gotha trauert um Altbundeskanzler Helmut Schmidt

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Mit tiefer Trauer hat Oberbürgermeister Knut Kreuch vom Tode des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidts erfahren, jenes Kanzlers, der wesentlich die Jugendjahre des Gothaer Stadtoberhauptes prägte. „Mein Weg zur SPD, das waren die Bilder großer Persönlichkeiten wie Helmut Schmidt und Willy Brandt“ so umschreibt Knut Kreuch seinen politischen Anfang und seinen Eintritt in die SPD am 2. Februar 1990. „Leider bin ich dem großen Staatsmann nie selbst begegnet, immer haben wir nur korrespondiert.

Kreuch, dessen Schulzeit 1973 begann, als Willy Brandt ein Jahr später als Bundeskanzler zurücktreten musste, ist aufgewachsen mit den Bildern Helmut Schmidts. „Mich hat sein mutiges Eintreten gegen den Terrorismus der RAF unwahrscheinlich beeindruckt, ich war froh, als er Honecker in der DDR besuchte, weil wir hofften, dass es Reiseerleichterungen gab und ich konnte ihn nicht verstehen, als er am NATO-Doppelbeschluss festhielt und darüber in seiner eigenen Partei stürzte“ so der Gothaer Oberbürgermeister der weiter ergänzt „mit dem Wissen von heute, ist mir klar, dass erst der NATO-Doppelbeschluss die Russen zur Abrüstung zwang“.

Immer wieder bemühte sich bereits Oberbürgermeister Volker Doenitz den Altkanzler zu einem Besuch Gothas zu gewinnen, doch immer wieder musste Helmut Schmidt wegen hoher Terminbelastungen, der Arbeit an einem neuen Buch absagen.

Im Tagungsraum des Tivoli zu Gotha hängt eine Dauerausstellung zur Überwindung der Deutschen Teilung 1989, dort wird ab heute an Helmut Schmidt, den großen Staatsmann, den Vorzeige-Europäer, den Visionär und Verleger erinnert.