Im Landkreis Gotha lässt es sich wohnen und leben

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Am Anfang des Jahres wird Bilanz gezogen. Im Gothaer Galletti machen das alljährlich der Oberbürgermeister und der Landrat. Nach dem spannenden Auftritt von Knut Kreuch im Januar hatte am 18. Februar Konrad Gießmann die Gelegenheit, Rück- und Ausblicke zu geben.

Begrüßt wurde der langjährige Landrat in bewährter Manier von Dr. Heide Wildauer. Die Beiratsvorsitzende übernahm auch die Moderation des Nachmittags. Beginnend mit den Rückblicken erinnerte Gießmann an Themen, die vor einem Jahr aktuell waren. Damals wurden im gleichen Rahmen über Energiepreise, Müllgebühren, aber auch eine mögliche Kreisreform und den Haushalt debattiert. Letzterer sei dieses Jahr bereits beschlossen, freute sich der Landrat und zählte weitere Ereignisse des vergangenen Jahres auf. So wurde in Gräfentonna die Einfeldersporthalle eröffnet. Die für 2,4 Millionen Euro errichtete Sporthalle sei ohne Förderung gebaut und werde jeden Abend genutzt.

Weitere Stichpunkte wie Hochwasser und Straßensanierung folgten. Besonders der nicht „aufhörenden“ Straßensanierung widmete Gießmann in seinen Ausführungen große Aufmerksamkeit. Interessant auch, dass 90% der Bauaufträge in der Region verbleiben und das Landratsamt als Auftraggeber damit zur Wirtschaftsförderung beiträgt. Ein weiteres Thema umfasste die Rolle, Aufgaben und schnelle Einsatzbereitschaft der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Besonders beim Schlossbrand im Ohrdruf sei bewusst geworden, welch wichtige und wertvolle Aufgaben diese zu leisten haben. Solch ein Unglück lasse die Menschen zusammen rücken.

Erfreulich auch, so der Landrat weiter, dass der Haushalt 2014 unter Dach und Fach sei und bereits vor dem Frühjahr der Kreis auf Ausschreibungen reagieren könne. Eine weitere Freude wird den Kameraden der FFW Neudietendorf mit einem neuen Löschfahrzeug beschert. In Schönau vor dem Walde freuen sich indes Lehrer und Kinder auf die Sanierung der Grundschule. Bei insgesamt 10 Millionen Euro im aktuellen Haushalt werden etwa ein Drittel der Gelder für diese Baumaßnahme verwendet. Weitere Projekte umfassen die Fortführung der Sanierung von Straßen und der Bau einer Schulsporthalle,  die künftig etwa 1500 Auszubildenden zugute kommen soll. In zwei Jahren Bauzeit entsteht dabei ein neuer Komplex in der Gewerbe-technischen Schule in Gotha. Gleichfalls werden die Friedrichrodaer Bahnhofstraße saniert und verschiedene Brandschutzmaßnahmen an Schulen vorgenommen.

Bei allen guten Nachrichten – drei Dinge bereiten dem Landrat große Sorgen. So seien die Energiepreise nach wie vor ein Thema, denn Energie müsse bezahlbar bleiben. Weiterhin ist Gießmann über die demografische Entwicklung besorgt, die drastisch auch im Landkreis zuschlägt. Zudem wachsen die jährlichen Sozialausgaben. Ein interessantes Thema schnitt der Landrat an, als er über die Hausarztversorgung und die fehlenden „Landärzte“ berichtete.

Natürlich hatten auch die Hörer Gelegenheit, Fragen zu stellen. Sachlich gab Gießmann über den aktuellen Schuldenstand, die gebührenfreien Nutzung von Sportstätten, aber auch den weiteren Bestand von Förderschulen Auskünfte.
Auf die Frage, was den Landkreis denn nun so interessant macht, stützte sich der Landrat auf die Statistik, die den Kreis als einen mit „wenig Schulden“ führt.  Damit werden gute Rahmenbedingungen geschaffen, um im Herzen Thüringens leben und arbeiten zu können!

Foto: (v. l.) Arnfrid Gothe, Geschäftsführer Volkssolidarität Gotha, Landrat Konrad Gießmann, Dr. Heide Wildauer, Vorsitzende der Volkssolidarität Gotha