Jenaer Stadtwerke begrüßen Wechsel von Kohle zu Gas

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Die Gesellschafterversammlung der Trianel Kraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbh & Co. KG (TKK) in Lünen hat die Weichen für die Projektierung eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD)  gestellt.

“Ich freue mich über die klare Entscheidung aller Partner pro Gas“, sagt Thomas Zaremba, Geschäftsführer der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck. Die Jenaer Stadtwerke gehören zu den rund 30 Gesellschaftern, die im November vergangenen Jahres die Neubewertung aller Handlungsoptionen für das bisher geplante Steinkohlekraftwerk in Krefeld beschlossen hatten. Durch die Ereignisse in Japan und die daraus folgenden Veränderungen in der deutschen Energiepolitik war eine kurzfristige Anpassung des Projektes notwendig geworden. Auf Basis einer seit Ende 2010 erarbeiteten Machbarkeitsstudie werden die Planungen für das Gaskraftwerk nun mit Hochdruck vorangetrieben. Innerhalb der kommenden sechs Jahre soll eine Doppelblockanlage mit einer elektrischen Leistung von bis zu 1.200 Megawatt entstehen.

TKK-Geschäftsführer Martin Hector geht nach ersten Vorgesprächen von einer breiten Zustimmung zu dem Kraftwerksprojekt aus. „Aus formalen und rechtlichen Gründen werden wir den immissionsschutzrechtlichen Antrag für das Kohlekraftwerk bei der Bezirksregierung Düsseldorf allerdings so lange aufrecht erhalten“, erläutert Hector, „bis er durch den Antrag für die GuD-Anlage abgelöst wird.“ Dieser Antrag soll noch in diesem Jahr gestellt werden.  „Trotz optimaler Ausrichtung des Konzeptes auf die Anforderungen der Energiewende sind aufgrund der hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten bis zur erfolgreichen Realisierung des Gaskraftwerks noch etliche Steine aus dem Weg zu räumen“, so Martin Hector. Die Jenaer Stadtwerke und ihre Partner bauen deshalb auf eine Flankierung des Vorhabens durch energiepolitische Maßnahmen.


Publiziert am: 08.07.2011; 15:35