Judoka des FSV 1950 Gotha bei Landesmeisterschaft U14 in Erfurt und Dan-Prüfung in Harpersdorf

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Bei einem Wettkampf der U14 stellte man unlängst fest, dass den Judoka des FSV 1950 Gotha noch ein geeignetes Maskottchen fehlt. Nach kurzer Überlegung stand fest ein Eisbär muss her, denn stark, schnell, gewandt und weiß wie der Judosport sollte der neue Glücksbringer sein. Bei der Landesmeisterschaft der U14 in Erfurt, hatte „Kunito“ sein Debüt.
Auf den Name kam Familie Diller, wahrscheinlich den kleinen Knut noch im Hinterkopf, fand sie zu dem seltenen japanischen Vornamen.

Gleich dreimal erkämpften die Gothaer Sportler den Vizelandesmeistertitel und zweimal holten sie einen sehr guten dritten Platz in Erfurts Thüringenhalle. Das Teilnehmerfeld war in diesem Jahr gut, in der 55 kg Klasse waren z.B. 20 Kämpfer eingewogen. Da muss man sich im Judo schon ganz schön strecken, um vorne anzukommen. Pio Wittek von der SSG Wechmar, der oft mit den FSV Judoka trainiert, konnte in dieser Klasse einen hervorragenden 3. Platz erkämpfen. Fünf Medaillen bei insgesamt sieben Gothaer Sportlern ist ein guter Schnitt, alle platzierten Sportler qualifizierten sich zudem zu den Mitteldeutschen Meisterschaften in Leipzig. Dann darf „Kunito“ wieder vom Mattenrand aus die U14 Kämpfer unterstützen.

Alle Gothaer Medaillen: Victoria Hesselbach (-33 kg) 2. Platz, Isabell Grimm (-36 kg) 2. Platz, Vivian Hausdorf (-57 kg) 2. Platz, Anna Diller (+63 kg) 3. Platz, Fabian Meyer (+66 kg) 3. Platz

Jens-Uwe Hänse und André Frank vom FSV 1950 Gotha war das Glück ebenfalls hold. Gepaart mit einem hohen Maß an Können absolvierten sie im thüringischen Harpersdorf ihre Prüfung zum 1. Dan. Über ein halbes Jahr an harter Vorbereitung bedarf es, um die „Nage-no-kata“ („Die Form des Werfens“) einzustudieren. 15 Judowürfe jeweils rechts und links müssen nach traditioneller Vorgabe geworfen werden. Da muss alles am Schnürchen laufen, denn diese Kata ist das Herzstück der Prüfung zum ersten schwarzen Gürtel. Ganz von selbst versteht es sich natürlich auch, dass ein Schwarzgurt auch bei Bodentechniken und Würfen, aller acht vorangegangenen Gürtel und bei der Demonstration seiner speziellen Techniken fit sein muss, um in die Reihen der Judomeister aufgenommen zu werden. Klaus-Dieter Tiedecke (4. Dan) begleitete die beiden als Mentor auf ihrem Weg. Von seinem Wissen konnte auch Enrico Steudtner aus Arnstadt profitieren, er bereitete sich zusammen mit den Gothaern und seinem Uke Marcel Schmidt vor und legte ebenso erfolgreich seine Prüfung zum ersten Dan ab. (TT)


Publiziert am: 12.05.2011, 13:21