Kinderlachen für jeden …

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Tambach-Dietharz. Heute war es endlich soweit. Die erste Rollstuhlschaukel im Landkreis Gotha wurde auf dem sich im Bau befindlichen Abenteuerspielplatz, im Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland, in Tambach-Dietharz montiert. Mehr als 6 Stunden lang wurde fleißig ausgemessen, austariert, geschraubt und montiert. Für die Detmolder Herstellungsfirma war nicht nur der Besuch Tambach-Dietharz eine Premiere, auch wurde das Spielgerät zum ersten Mal überhaupt aufgebaut.

Dank einer Zuwendung in Höhe von knapp 6.000 Euro, der Hermann van Veen – Stiftung, konnte der Kauf ermöglicht werden. Die Rollstuhlschaukel ist individuell an die Bedürfnisse von Menschen im Rollstuhl angepasst und kann völlig eigenständig und ohne Hilfestellung genutzt werden.  „Jetzt können alle gemeinsam spielen. Ob unsere kranken Gastkinder oder auch deren gesunden Geschwister, jeder kann immer dabei sein und das ist wichtig. Wir freuen uns auf viele tolle Momente und lachende Kinderaugen auf unserem Abenteuerspielplatz“, so Marion Werner, Hausleiterin des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland in Tambach–Dietharz.

Im Jahr 2003 gründeten Herman van Veen und Hans-Werner Neske die Herman van Veen-Stiftung Deutschland. Im Jahr 2010 war Herman van Veen persönlich in Tambach-Dietharz . Anlässlich des damaligen Talsperrenkonzertes, gab der heute 69-jährige niederländische und international ausgezeichnete Künstler, eines seiner Konzerte am Fuße der Staumauer an der Alten Tambacher Talsperre. Bereits damals engagierte sich Herman van Veen persönlich für den Bau des Kinder- und Jugenhospizes Mitteldeutschland. Zweck seiner eigenen Stiftung ist es, weltweit Kinder und Jugendliche bei ihrer Entwicklung zu begleiten, damit sie ihre Talente und Begabungen entfalten können. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung körperlich, geistig oder psychisch-sozial behinderter Kinder und Jugendlicher. Die Herman van Veen Stiftung Deutschland ist eine reine Förderstiftung, das heißt: sie arbeitet nicht operativ und beschäftigt keine Mitarbeiter.

Mehr als 22.000 Kinder- und Jugendliche sind in Deutschland von einer tödlichen, lebenslimitierenden Krankheit betroffen. Das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gibt den betroffenen Familien die Möglichkeit bis zu 28 Tage im Jahr hier zusammen einzuziehen. Das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept bietet nicht nur die liebevolle und optimale Pflege für das schwer kranke Kind, vielmehr ist es eine umfassende Familienhilfe. Die Entlastungsaufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, schaffen neue Kraft bei den betroffenen Eltern für die oftmals sehr aufwendige 24-Stunden-Pflege des kranken Kindes und fördern auch die gesunden Geschwisterkinder. 25 fest angestellte Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer arbeiten aktuell dort. Der gemeinnützige Trägerverein ist dauerhaft zu einem Höchstmaß auf Spenden angewiesen, um sein wichtiges Hilfsangebot aufrechterhalten zu können. Mehr als 800.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen, da die gesetzliche Finanzierung hierzu nicht ausreicht. Mehr als 230 betroffene Familien aus dem gesamten Bundesgebiet nutzten seit der Einweihung des Kinder- und Jugendhospizes im November 2011, das stationäre Hilfeangebot des Trägervereins. Weitere Informationen unter www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de oder www.facebook.com/kinderhospiz. Spendenkonto , IBAN: DE64860205000003566900.

Foto: Marion Werner, Hausleiterin des Kinder- und Jugendhospizes freut sich über die Rollstuhlschaukel (Foto: Stephan Masch)

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