Ungeschlagen zum Titel

0
348

Nach den bereits seit längerem als Regionalligameister feststehenden Männern, die ihr letztes Heimspiel gegen den Erfurter VC mit 3:0 (23; 18; 15) gewannen, sicherten sich auch die Damen des VC Gotha am Wochenende trotz einer 2:3 (-22; -23; 16; 23; 14) Niederlage beim SV Blau-Weiß Gebesee den Titel in der Thüringenliga. Die 2.Herren gewannen ihr Nachholspiel in der Thüringenliga gegen die SG Erfurt electronic mit 3:1.

Für die Herren war im letzten Punktspiel gegen den Erfurter VC ein Schaulaufen angesagt. Eine makellose Saisonbilanz, mit 18 Siegen aus 18 Spielen und einem Satzverhältnis von 54:7, die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die 3.Liga wollte man mit dem heimischen Publikum gebührend feiern.

Die ca. 130 Zuschauer, unter ihnen auch der ehemalige Gothaer Bundesligaspieler Sven Kellermann, der heute beim Erstligisten VSG Coburg/Grub unter Vertrag steht, sahen zunächst 14 junge Volleyballer der Jahrgänge 1999/2000, die aus den Händen von Landestrainer Jan Wunderlich und Gothas Trainer Jörg Schulz ihre Berufungsurkunden in die Thüringer Landesauswahl überreicht bekamen. Unter den jungen Sportlern sind auch etliche Gothaer Nachwuchstalente.

Im danach beginnenden Spiel überraschte Schulz gleich mit seiner Anfangsformation. Er wollte an diesem Tag allen seinen Akteuren Einsatzzeiten geben und schickte zunächst Christian Franz, Markus Braune, Carsten Strecker, Richard Henze, Enrico Protze, Marcel Bruns und Libero Marek Reichel in die Partie.

Die Erfurter, bei denen mit Kapitän Pößel und Schkade zwei wichtige Spieler fehlten, begannen gegen den Favoriten recht couragiert. Dennoch bestimmten zunächst die Hausherren das Geschehen. Henze, für Kapitän Marcel Herrmann auf dessen Diagonalposition beginnend,  war gleich mehrfach mit seinen Angriffen erfolgreich und auch Mittelangreifer Strecker begann stark. Etwas für Volleyballfeinschmecker war dann der Punkt zum 10:6 Zwischenstand als der andere Mittelmann Bruns im zweiten Anlauf mit einem Hinterfeldangriff punktete. Für Mittelblocker eine recht ungewöhnliche Aktion, werden diese doch üblicherweise im Hinterfeld durch den Libero ersetzt.

Im weiteren Satzverlauf verloren jetzt etwas zu locker agierende Gothaer dann den sprichwörtlichen Spielfaden und mussten mehrfach den Erfurter Ausgleich hinnehmen. Um keinen Satzverlust zu riskieren, wechselte Schulz in der Schlussphase Herrmann für Henze ein. Und der Kapitän brachte mit knallharten Aufschlägen und einem routinierten Lob das Mannschaftsschiff  in den sicheren 25:23 Satzhafen.

Im 2.Abschnitt begann Gotha mit einer völlig umgewürfelten Formation. Nachwuchstalent Eric Burggräf, vor Spielbeginn noch in die Landesauswahl berufen, rückte nun auf die Zuspielerposition. Neben ihm standen jetzt Michael Steuding, Björn Bräuner, Stephan Werner, Bruns und Protze auf dem Feld.

Besonders Steuding begann gleich mit furiosen Angriffen und lieferte eine tolle Abschiedsvorstellung in der Ersten. Er wird leider im nächsten Spieljahr aus beruflichen Gründen nicht in der 3.Liga spielen. Der heimische VC erspielte sich schnell eine sichere Führung. Die Erfurter waren meist nur mit den Angriffen ihres Außenspielers P.-O. Schneider oder Einzelaktionen, wie die von „Oldie“ Stauß, der gekonnt und routiniert einen Gothaer Angriff einhändig blockte, erfolgreich. Welches Talent der insgesamt ein gutes Spiel abliefernde junge Burggräf ist, bewies mit einem Superpass auf Werner, der diesen völlig frei zum Angriff kommen ließ. Mit 25:18 ging auch der 2.Satz an den Gastgeber.

Im 3.Satz war dann noch mal mit Franz, Braune, Herrmann, Steuding, Bruns und Reichel geballte Bundesligaerfahrung auf dem Spielfeld. Und die Jungs blieben den Beweis ihres Könnens nicht schuldig. Bruns, dessen Einsatz in der neuen Saison noch nicht klar ist, ließ es im Angriff einige Male brachial krachen und auch seine Mitstreiter boten gute Volleyballkost.

Zum Satzende kam erneut Burggräf und durfte an der Seite seiner erfahrenen Mitstreiter weitere Erfahrung sammeln. Mit 25:15 endete der letzte Satz der Saison und anschließend nahm das Team verdient den Meisterschaftspokal und die DVV-Aufstiegsshirts für eine insgesamt gesehen, grandiose Saison entgegen. In den kommenden Wochen warten noch einige Landespokalspiele auf den VC Gotha, der im Finale am 3.Mai seinen achten Pokalgewinn in Folge feiern will.

VC Gotha mit:  Marcel Herrmann, Christian Franz, Enrico Protze, Carsten Strecker, Marcel Bruns, Björn Bräuner, Marek Reichel, Markus Braune, Michael Steuding, Stephan Werner, Richard Henze und Eric Burggräf

 

 

Fliesenstudio Arnold