Öffentlicher Vortrag am 10. Juli zur Galápagos-Ausstellung im Phyletischen Museum der Universität Jena

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Gemeinhin gelten die Galápagos-Inseln als ein Tierparadies, in dem schon Charles Darwin wichtige Inspiration für seine Evolutionstheorie erhielt. Doch nach dem ersten Besuch schrieb Darwin: „Nichts könnte weniger einladend sein als der erste Anschein“ – so öde und abweisend erschienen ihm die Inseln.

Was macht dennoch die Besonderheit und Faszination von Galápagos aus? Dr. Gunnar Brehm vom Phyletischen Museum der Universität Jena hatte vor einigen Jahren die Gelegenheit, einige der Inseln und ihre Bewohner kennenzulernen. Diese Eindrücke beschreibt der Jenaer Zoologe in einem öffentlichen Vortrag am Donnerstag (10.07.) ebenso, wie die Entstehung, Vegetation und zahlreiche Arten, denen man als Besucher auf Galápagos direkt begegnen kann. Der Vortrag „Galápagos – Paradies im Pazifik?“ findet um 18.15 Uhr im Großen Hörsaal der Zoologie (Erbertstr. 1) statt.

Brehm hat etliches Ungewohntes erlebt: So benötigen etwa Fotografen keine Teleobjektive, denn Seelöwen, Meerechsen, Riesenschildkröten und Blaufußtölpeln kann man sich auf wenige Meter nähern. „Doch gibt es auch weniger augenfällige Tiere, beispielsweise Lavaechsen oder eine kleine, aber besondere Schmetterlingsfauna“, schwärmt Brehm und ergänzt: „Die unwirtlichen Bedingungen der Inseln haben lange Zeit verhindert, dass Menschen sich dauerhaft ansiedeln konnten; ein Glück für die besondere Fauna und Flora von Galápagos. Heute stellen Ziegen, Ratten und eingeschleppte Parasiten die wichtigsten Probleme für Darwinfinken & Co. dar“, beschreibt der Biologe die Schattenseite des Paradieses, auf die er in seinem Vortrag ebenfalls zu sprechen kommen wird.

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