Randalierer ermittelt

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Mit Medieninformation vom 16.03.2015 suchte die Jenaer Polizei Zeugen.
Unbekannte hatten in den Abendstunden des 15.03.2015 den Innenbereich
der Toilettenanlage in der Jenaer Oberaue erheblich beschädigt.
Bereits weniger als zwei Wochen nach der Tat konnten diese namentlich
bekannt gemacht und ihrer Tat überführt werden. Umfangreiche polizeiliche
Ermittlungen und Zeugenhinweise führten schnell zu den Tätern.
An dem Abend der Tat hielten sich bei milden Temperaturen verschiedene
Gruppen Jugendlicher in der Oberaue auf, die als Zeugen oder Täter in
Betracht kamen. Aufgrund des veröffentlichten Zeugenaufrufs, der offenbar
auch über verschiedene Netzwerke und Onlinedienste unter den
Jugendlichen verbreitet worden war, meldeten sich mehrere Zeugen bei der
Polizei.

Die Jenaer Jugendstation hatte sofort die Ermittlungen und die
Sachbearbeitung übernommen, da bekannt war, dass Jugendliche als
Verursacher in Frage kommen könnten. [Siehe Medieninformation]
Wie sich herausstellte, waren unter anderem damals 14, 16 und 17 Jahre
alte junge Männer an dem Abend in der Oberaue. Diese kannten sich bereits
und sprachen gemeinsam offenbar erheblich dem Alkohol zu. Im
alkoholisierten Zustand beschädigten sie dann das Drehkreuz und
randalierten in den Toiletten. Bei „Sachbeschädigung“ handelt es sich um
eine Straftat und nicht um ein Bagetell- oder sogenanntes Kavaliersdelikt.

Daher wurden auch intensive Vernehmungen durch die Polizei durchgeführt,
die schließlich weitere Hinweise zur Aufklärung lieferten.
Mit der Entscheidung der Staatsanwaltschaft gegen die sofortige Einstellung
des Verfahrens oder Einstellung gegen Auflagen (nach Jugendstrafrecht als
Diversion bezeichnet), spiegelt sich auch die Auffassung wider, dass
aufgrund der Ausmaßes der Verwüstung hierbei eben mehr vorlag, als ein
bloßer „Dummer-Jungen-Streich“. Die Staatsanwaltschaft hat sich
vorbehalten, die Entscheidung über die Strafe vor dem Jugendgericht fällen
zu lassen.

Auch für unter Alkoholeinfluss begangene Straftaten müssen Täter
Konsequenzen ziehen und für ihr Handeln „gerade stehen“. Das ist bei den
drei Jungen in diesem Fall nicht anders. Die Anzeigen gegen sie werden
allerdings noch im Rahmen eines Jugendstrafverfahren bearbeitet – eine
Chance, aus der Tat für die Zukunft zu lernen. Zwei der drei Jungen zeigten
bereits Einsicht in das Unrecht ihrer Tat während der Vernehmung als
Beschuldigte.
Medieninformation vom 16.03.2015

Randalierer im Toilettenhaus

Jena. Das Toilettenhaus in der Jenaer Oberaue zerstörten Unbekannte am
Wochenende.
Nach Zeugenaussagen wüteten die Täter Samstag (15.03.2015) zwischen 18:30
Uhr und 20:00 Uhr.

Der gesamte Toilettenbereich für Männer und Frauen, sowie der mit Drehkreuz
gesicherte Zugang sind durch unbekannte Personen beschädigt worden. Die
Randalierer traten Trennwände ein, rissen Wandboxen herunter.
Zudem wurde der gesamte Innenbereich der Toilettenanlage verschmutzt
Der Schaden wird derzeit auf etwa 10.000 Euro geschätzt
Als Verursacher könnte eine Personengruppe aus ca. 20 Jungen und Mädchen im
Alter von etwa 14 bis 18 Jahren in Frage kommen. Zeugen hatten die Jugendlichen
im fraglichen Zeitraum an der Toilettenanlage gesehen.
Die Polizei sucht weitere Zeugen, die Hinweise zur Identität der Täter geben
können. Tel.: 03641/810